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Invasive Neophytes

Introduction and definitions

Invasive alien plants are non-native plants that come from somewhere else (usually from other continents), were introduced purposely or accidentally, are established in nature (they reproduce naturally in the wild), and are able to efficiently disperse at cost of native species. They contribute worldwide to biodiversity reduction, and according to IUCN, they are indeed the second most important cause for the current global species decline, after habitat destruction by humans.

According to art 8 h) of the Convention on Biological Diversity, introduction of such species should be forbidden, and already established species should be controlled or eradicated. Many international and national organizations and institutions in Europe deal with this subject, and inform about the species and consequences and about the measures and actions to take. See these useful links.

In Switzerland, invasive neophytes have also become a threat for biodiversity in the last years. Therefore, there has been a tremendous increase in the number of activities on this topic, ranging from knowledge transfer and awareness raising to containment and control. Thanks to the new and updated Release Ordinance (FrSV), in force since October 2008, Switzerland possesses a legal basis to protect humans and the environment from damage caused by the handling of invasive alien species.

Impatiens glandulifera: The Himalayan balsam rapidly colonizes places along waters, here in Yvonnand, VD.
Photos: Sibyl Rometsch

Comments:

  • Not all neophytes are invasive. About 500 to 600 neophytes are currently included in the Swiss flora, of which 58 are considered invasive or potentially invasive.
  • Native species can also become locally massively abundant and undesired (for example, creeping thistle, stinking willie, hoary ragwort, broad-leaved dock, etc.).

Legal basis

Strategie Neobiota Schweiz

Die Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten (BAFU 2016) beschreibt und konkretisiert nationale Regelungen und internationale Verpflichtungen bezüglich invasiver gebietsfremder Arten und zeigt die erforderlichen Massnahmen auf. Sie enthält auch eine detaillierte Übersicht über Staatsverträge, Bundesgesetze und Verordnungen, die den Umgang mit invasiven gebietsfremden Arten aller Organismengruppen direkt oder indirekt regeln. 

 

Gesetzliche Grundlagen in der Schweiz

Zusammenfassung der gesetzlichen Grundlagen

Verordnung über den Umgang mit Organismen in der Umwelt Freisetzungsverordnung FrSVFrSVArt. 1, 2, 3, 4 (Selbstkontrolle), 5 (Information des Abnehmers), 6 (Sorgfaltspflicht), 15 a-f, 16, 49, 51 (Monitoring), Anhang 2 (Liste der verbotenen gebietsfremden Organismen).

Die Freisetzungsverordnung, FrSV (seit 2008 in Kraft, revidiert im 2020), definiert die gebietsfremden Organismen und regelt den Umgang mit gebietsfremden Organismen in der Umwelt. Insbesondere sollen Tiere und Pflanzen, Lebensgemeinschaften und Lebensräume vor schädlichen Einwirkungen durch den Umgang mit gebietsfremden Organismen in der Umwelt geschützt werden. Die Sorgfaltspflicht und Selbstkontrolle sowie die Informationspflicht der Abnehmer wurden erweitert.

Für sämtliche gebietsfremden Pflanzen (und Tiere), von denen man weiss, dass sie Schäden anrichten oder das Potential dazu haben, gilt die Sorgfaltspflicht, Selbstkontrolle und Informationspflicht der Abnehmer. Somit sind alle Arten der Schwarzen Liste und der Watch List (Listen der invasiven gebietsfremden Arten der Schweiz) von der FrSV betroffen und der Umgang mit diesen Arten muss so erfolgen, dass keine Schäden zu erwarten sind. Derzeit dient die Empfehlung des Cercle Exotique (ex-AGIN) als Referenz: sie "führt Pflanzen auf, für die aus Sicht des Cercle Exotique die begründete Schlussfolgerung schwierig zu erbringen ist, dass selbst unter vorschrifts- und anweisungsgemässem Umgang keine Gefährdungen und Beeinträchtigungen von Mensch, Tier und Umwelt zu erwarten sind."

Ausserdem verbietet die FrSV den Umgang mit bestimmten gebietsfremden invasiven Pflanzen (und Tieren), die sich besonders effizient ausbreiten, und meist auch noch gesundheitliche oder ökonomische Schäden anrichten. Die Liste der verbotenen Arten befindet sich im Anhang 2 der FrSV. Das heisst, dass Arten des Anhangs 2 nicht verkauft werden dürfen. Viele andere invasive gebietsfremde Pflanzen dürfen zwar theoretisch zurzeit noch verkauft werden, es ist jedoch eine Verschärfung der gesetzlichen Grundlagen in Arbeit (Revision des Umweltschutzgesetzes).

 

Bundesgesetz über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz), USG, Art. 1 et 29a. Dieses Gesetz soll Menschen, Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume gegen schädliche oder lästige Einwirkungen schützen. Zur Zeit findet eine Revision des Umweltschutzgesetzes statt.

Verordnung über die Produktion und das Inverkehrbringen von Futtermitteln (Futtermittelbuch-Verordnung), FMBV, Anhang 10 : Samen der Ambrosia artemisiifolia sind im Vogelfutter unerwünscht und müssen auf ein Minimum reduziert werden. Dementsprechende Kontrollen können durchgeführt werden.

Verordnung über den Schutz von Pflanzen vor besonders gefährlichen Schadorganismen (Pflanzengesundheitsverordnung), PGesV, Art. 1 und Anhang: Ambrosia artemisiifolia wird als besonders gefährliches Unkraut aufgeführt.

 

Gesetzliche Grundlagen auf europäischer Ebene

Unionsliste

Verordnung EU

Art. 4 - Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung.
6. [...] Die Unionsliste enthält vorrangig diejenigen invasiven gebietsfremden Arten, die:

(a) bislang noch nicht in der Union vorkommen oder sich in einer frühen Phase der Invasion befinden und höchstwahrscheinlich erhebliche nachteilige Auswirkungen haben;

(b) bereits in der Union etabliert sind und die stärksten nachteiligen Auswirkungen haben.

Unionsliste der invasiven Arten (15/08/2019)

 

 

Management : Control

Das Management invasiver Neophyten und die damit verbundenen Bekämpfungsmassnahmen dienen der Verhinderung, Eindämmung oder Beseitigung der negativen Auswirkungen (Schäden) von Arten, die als invasiv oder potenziell invasiv eingestuft werden. Auch wenn die vollständige Beseitigung einer Art (Ausrottung) nicht immer möglich ist, ist die Vorbeugung und Vermeidung einer weiteren Ausbreitung von wesentlicher Bedeutung, um das Ausmass der Schäden zu begrenzen.

Je früher, desto besser! Je länger es dauert, bis Massnahmen ergriffen werden, desto teurer und zeitaufwändiger wird die Kontrolle sein (Abb.1).

Jede Bewirtschaftungs- und Kontrollmassnahme hat ihr eigenes Ziel (Ausrottung, Stabilisierung/Begrenzung oder Rückgang, Überwachung), das unter Berücksichtigung der Interessen der Grundeigentümer*innen bzw. -bewirtschafter*innen und der Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Umwelt im Allgemeinen festgelegt werden sollte. Allgemeine Empfehlungen für Bekämpfungsmassnahmen sind auf den Infoblättern von Info Flora zu invasiven Arten zusammengestellt.

Die Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten (BAFU 2016) beschreibt die Rahmenbedingungen für Management- und Kontrollmassnahmen.

  • Zeitpunkt, Ort und Methoden der Bekämpfung invasiver gebietsfremder Arten sollten entsprechend den spezifischen Merkmalen der jeweiligen Art gewählt werden.
  • Die Festlegung des Bekämpfungsziels hängt von der Verfügbarkeit und der Wirkungsweise der Massnahmen sowie vom Ausbreitungsstadium der Art ab.
  • Die Auswirkungen auf Nichtzielorganismen und die Umwelt, die Möglichkeit des Wiederauftretens und der Wiedereinführung nach Durchführung der Massnahmen sowie mögliche lokale Veränderungen sollten ebenfalls berücksichtigt werden.
  • Massnahmen gegen die Ausbreitung gebietsfremder invasiver Arten verursachen Kosten, die jedoch durch den potenziellen Schaden, den diese Arten verursachen, bei weitem aufgewogen werden.

Fig. 1. Stadien der Invasionsdynamik in Bezug auf Management- und Kontrollmassnahmen und ihre jeweiligen Kosten (aus Gigon & Weber E. 2005: Invasive Neophyten in der Schweiz: Lagebericht und Handlungsbedarf. Bericht der SKEW/CPS zu Handen des BUWAL, S. 19).

Umsetzung von Kontrollmassnahmen gemäss der Strategie:

  • Der Bund erarbeitet im Rahmen der nationalen Informations- und Koordinationstätigkeit für ausgewählte invasive gebietsfremde Arten sowie besonders betroffene Lebensräume artspezifische Bekämpfungsstrategien. Zu diesem Zweck hat der Bund ein Klassifizierungssystem entwickelt, um die verschiedenen Gruppen gebietsfremder Arten nach ihrer Invasivität und ihrem Handlungsbedarf zu priorisieren. Diese Einstufung ist derzeit in Arbeit.
  • Bund, Kantone, Gemeinden sowie Grundeigentümer*innen bzw. -bewirtschafter*innen führen Bekämpfungsmassnahmen nach den rechtlichen Bestimmungen und gemäss Zielvorgabe selbständig durch. Sie stützen sich dabei auf die allgemeinen Empfehlungen aufgrund wissenschaftlicher Grundlagen.
  • Die kantonalen Fachstellen setzen die Umsetzung der Massnahmen zur Bekämpfung von invasiven gebietsfremden Arten durch.

 

Bei der Planung und Umsetzung von Bekämpfungsmethoden sind verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, die von Art zu Art unterschiedlich sein können (siehe Infoblätter zu invasiven Arten). Im Folgenden finden Sie eine allgemeine Zusammenfassung :

Vorsichtsmassnahmen
Informieren Sie sich vor jedem Eingriff über die möglichen Gesundheitsrisiken (allergene Pollen, Brennhaare, giftige Säfte usw.), schützen Sie sich angemessen (Handschuhe, Schutzbrille und Atemmaske) oder verzichten Sie auf den Eingriff, wenn Sie zu Allergien neigen.

Vorbeugende Massnahmen
Diese Massnahmen gelten insbesondere für invasive Neophyten, die von Privatpersonen und Gärtnern als Zierpflanzen geschätzt werden. Für Pflanzen (oder Populationen) die nicht bekämpft werden, wird empfohlen, zumindest die Blütenstände vor (!) der Fruchtbildung abzuschneiden, eine unkontrollierte vegetative Vermehrung zu vermeiden und die Pflanzenabfälle ordnungsgemäss zu transportieren und zu entsorgen.

Bekämpfungsmethoden
Die Wahl der Bekämpfungsmethode hängt von der Rechtsgrundlage (chemische oder mechanische Bekämpfung), der erforderlichen Wirksamkeit (mehr oder weniger kurzfristig), der Durchführbarkeit (Gebiet und Bevölkerungsdichte, Zugang), den finanziellen Mitteln (Finanzierung, Ausrüstung) und der verfügbaren Zeit (Jahreszeit, Möglichkeit der Wiederholung der Massnahme) ab. Die Bekämpfungsmethoden werden in den Infoblättern zu invasiven Neophyten beschrieben.

Kontrolle
Jede Bekämpfungsmethode sollte eine Kontrollphase mit Bekämpfung der Stockausschläge, Ausläufer (vegetative Vermehrung) und/oder neuer Sämlinge (sexuelle Vermehrung) umfassen. Da die Samen einiger Arten mehrere Jahre im Boden überdauern können, ist eine mehrjährige Bekämpfung unerlässlich.

Integriertes Management
In einigen Fällen lohnt es sich, eine integrierte Management-Strategie anzuwenden, bei der die Begrünung und das Wachstum von gewünschten Pflanzen auf den behandelten Flächen gefördert wird. Auf diese Weise wird vermieden, dass nackter Boden zurückbleibt, der leicht von der unerwünschten Art (Samenbank im Boden) und/oder von Samen anderer invasiver Arten besiedelt werden könnte.

Beseitigung von Pflanzenmaterial
Für jede Bekämpfungsmassnahme sollte eine ordnungsgemässe Entsorgung der Pflanzenabfälle vorgesehen werden. Generell können nur Pflanzenteile, die sich nicht vermehren können (weder geschlechtlich noch vegetativ), im Garten kompostiert werden! Vermehrungsfähige Abfälle (Blütenstände, Früchte, Stängel und Wurzeln) sollten in professionellen Kompostier- und Vergärungsanlagen oder in Müllverbrennungsanlagen entsorgt werden (NICHT im Gartenkompost). Es sollte zu keinem Zeitpunkt (bei Transport, Lagerung und Entsorgung) das Risiko der Verbreitung von reproduzierbaren Abfällen eingegangen werden. Das Abladen und Ablagern von Gartenabfällen in unkontrollierten Gebieten (z. B. in Wäldern) ist illegal.

Meldung von Kontrollmassnahmen
Info Flora stellt die InvasivApp und das Feldbuch für invasive Neophyten kostenlos zur Verfügung, um invasive und potenziell invasive Neophyten zu melden, Bekämpfungs- und Überwachungsmassnahmen zu dokumentieren und die vorhandenen Daten zu visualisieren. In der Rubrik "Bilanz" kann die Entwicklung einer Population verfolgt werden. Es ist somit auch wichtig zu melden, wenn eine Population ausgerottet ist und bei den Kontrollen keine weiteren Individuen mehr aufgetaucht sind. Nur so kann in der Bilanz abgelesen werden, ob eine Bekämpfung erfolgreich beendet wurde oder nicht.

Überwachung/Beobachtung
Die weitere Überwachung des Gebiets, in dem eine Bekämpfungsmassnahme stattgefunden hat, ist von entscheidender Bedeutung. Denn so können mögliche neue Populationen invasiver Neophyten zeitnah entdeckt werden und zusätzliche Massnahmen ergriffen werden, um ihre Ausbreitung zu verhindern und so gleichzeitig die Managementkosten niedrig zu halten.

Jede und jeder von uns kann etwas tun! Je mehr Akteure an einer koordinierten Bekämpfung beteiligt sind, desto wirksamer sind die einzelnen Massnahmen und desto besser sind die Ergebnisse (und desto geringer sind folglich auch die Kosten).

Im Folgenden werden einige Empfehlungen aufgeführt (Hinweis: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und die Empfehlungen haben keinen rechtlichen Wert).

Hintergrund
Voraussetzung für jede individuelle Massnahme ist ein Grundwissen über das Thema. Wer die Komplexität des Themas versteht, ist sich der Erfolgschancen bewusst und minimiert das Risiko der Frustration.
Zu den Grundlagen gehört es, die Bedeutung des Begriffs Neophyt zu kennen, den Unterschied zwischen Neophyt und invasivem Neophyt zu verstehen, eine Vorstellung von den wichtigsten Rechtsgrundlagen zu haben und zu wissen, wo die aktuellen Listen der invasiven Neophyten der Schweiz, Informationen über sie und nützliche Kontakte zu finden sind.
Um Ihre Kenntnisse zu vertiefen, werden Kurse oder Informationsveranstaltungen angeboten. Info Flora organisiert jährlich einen Grundkurs, in dem man lernt, die wichtigsten invasiven Arten zu erkennen und mit ihnen umzugehen (siehe Info Flora-Kurse). Die Kantone, Gemeinden und andere öffentliche und private Organisationen bieten ebenfalls Kurse und Informationsveranstaltungen zu invasive Neophyten an.

Teilnahme an Aktionen und Projekten gegen invasive Neophyten
Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde und/oder Ihrem Kanton sowie bei lokalen Vereinen und/oder Natur- und Umweltverbänden, ob es Aktionen und Projekte gibt, die sich an die Bevölkerung richten, um gegen invasive Neophyten vorzugehen.
Siehe unsere Seite mit nützlichen Kontakten.

Privatgärten (Privatbesitz)
Jede und jeder kann in seinem Garten Bekämpfungsmassnahmen im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen und Zielen durchführen. Bitte beachten Sie, dass auch das "Gebot der guten Nachbarschaft", Artikel 687 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, gilt.

Allgemeine Empfehlungen*:

  • Konsultieren Sie die Informationsbroschüre über den Verkauf von invasiven Neophyten des Cercle Exotique vor (!) jedem Kauf und/oder jeder Pflanzung; einige Arten sind in der Schweiz verboten !
  • Verzichten Sie freiwillig auf den Kauf und die Anpflanzung von invasiven Neophyten und bitten Sie Ihren Gärtner oder Landschaftsarchitekten, Ihre Entscheidung zu respektieren. Es sollten bevorzugt einheimische Arten gekauft und gepflanzt werden, die für die lokale Fauna (Insekten, Vögel, Säugetiere usw.) ideal sind.
  • Ergreifen Sie bei Zierpflanzen vorbeugende Massnahmen : Schneiden Sie die Blütenstände vor (!) der Fruchtbildung ab, vermeiden Sie unkontrollierte vegetative Vermehrung, transportieren und entsorgen Sie Pflanzenabfälle ordnungsgemäss.
  • Anpassung der Bewirtschaftungspraktiken, um die Schaffung günstiger Bedingungen für die Ansiedlung invasiver Neophyten zu vermeiden. Mähen Sie z. B. Natur- oder Blumenwiesen nicht bis zum Boden (vor allem nicht in Trockenperioden!), sondern vorzugsweise in einer Höhe von mindestens 10 cm, damit der Boden beschattet wird und die Wiesenarten nicht durch Wasserstress "verbrannt" absterben und offene, sonnige Flächen hinterlassen, die die Ansiedlung invasiver Neophyten begünstigen.
  • Erkundigen Sie sich bei der Gemeinde und/oder dem Kanton über Aktionen oder Projekte gegen invasive Neophyten, die in Ihrer Gemeinde organisiert werden, und/oder um Praxis-orientierte Merkblätter und andere Informationen zu erhalten.
  • Einbindung und Zusammenarbeit mit benachbarten Grundbesitzer*innen in konstruktiver und positiver Weise, um den Wert individueller Initiativen gegen invasive Neophyten zu erhöhen und als Impulsgeber*in zu wirken.
  • Weitere Informationen finden Sie in den Infoblättern von Info Flora oder in den Praxisblättern Ihrer Gemeinde bzw. Ihres Kantons.

Informationsbroschüre über den Verkauf von invasiven Neophyten 

Öffentliche Grünflächen (Gemeinden, Kantone, Behörden usw.)
Gemäss der Nationalen Strategie zu invasiven gebietsfremden Arten (BAFU 2016) ergreifen Kantone und Gemeinden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Zielsetzungen eigene Massnahmen zur Bekämpfung invasiver gebietsfremder Arten, und kantonale Fachstellen ordnen die Durchführung von Bekämpfungsmassnahmen an.

Allgemeine Empfehlungen*:

  • Konsultieren Sie die kantonalen Fachstellen und/oder den Cercle Exotique , um die Bewirtschaftungs- und Bekämpfungsmassnahmen in öffentlichen Grünanlagen zu koordinieren; viele Kantone verfügen über kantonale Strategien für invasive gebietsfremde Arten. Darüber hinaus ist es möglich, auf Gemeindeebene einen "Managementplan für invasive Neophyten" zu entwickeln.
  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, indem Sie keine invasiven gebietsfremden Arten kaufen und pflanzen und indem Sie die für öffentliche Parks und Gärten zuständigen kantonalen/kommunalen Stellen über Ihre Entscheidung informieren. Wählen Sie einheimische Arten, die für die lokale Fauna (Insekten, Vögel, Säugetiere usw.) ideal sind.
  • Ergreifen Sie vorbeugende Massnahmen gegen invasive Neophyten im Zierpflanzenbau: Schneiden Sie die Blütenstände ab, bevor (!) sie Früchte tragen, vermeiden Sie unkontrollierte vegetative Vermehrung, transportieren und entsorgen Sie Pflanzenabfälle ordnungsgemäss. Ersetzen Sie Pflanzen von verbotenen invasiven gebietsfremden Arten. Bei nicht verbotenen Arten ist ein Austausch der bereits gepflanzten Exemplare nicht erforderlich, wenn vorbeugende Massnahmen getroffen werden.
  • Anpassung der Bewirtschaftungspraktiken, um die Schaffung günstiger Bedingungen für die Ansiedlung invasiver gebietsfremder Arten zu vermeiden. Vermeiden Sie es beispielsweise, Grasflächen und Wegränder bis auf den Boden zu mähen (vor allem nicht in Trockenperioden!), sondern lassen Sie sie mindestens 10 cm hoch stehen, damit der Boden beschattet bleibt und die Grasarten nicht "verbrannt" absterben (Wasserstress) und offene, sonnige Flächen hinterlassen, die die Ansiedlung invasiver Neophyten begünstigen.
  • Konstruktive und positive Einbindung und Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, um den Wert der einzelnen Initiativen gegen invasive Neophyten zu erhöhen und so als Impulsgeber zu wirken.

Weitere Informationen finden Sie in den Infoblättern von Info Flora oder in den Praxisblättern Ihrer Gemeinde bzw. Ihres Kantons.

In der Landwirtschaft
Die Problematik der invasiven und potenziell invasiven Neophyten betrifft auch den Landwirtschaftssektor (im Zuständigkeitsbereich des Bundesamtes für Landwirtschaft, BLW), insbesondere bei den Direktzahlungen (siehe Direktzahlungsverordnung 2021).
Im Allgemeinen gelten die gleichen Grundsätze und Empfehlungen wie oben.
Für weitere Informationen zu invasiven Neophyten in der Landwirtschaft empfehlen wir Ihnen, sich an die kantonalen Pflanzenschutzdienste und/oder die auf invasive gebietsfremde Arten spezialisierten kantonalen Dienste zu wenden (siehe unsere Seite mit nützlichen Kontakten).
Informationen zur Bekämpfung von invasiven Neophyten finden Sie in den Infoblättern von Info Flora sowie in den Praxisblättern der Fachstellen Ihres Kantons.

* Die Liste der Empfehlungen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und die Empfehlungen haben keinen rechtlichen Wert.

auf nationaler Ebene
BAFU Bundesamt für Umwelt, Biodiversität: Informationen "Invasive gebietsfremde Arten"
AGROSCOPE Bundesverwaltung Agroscope, Wissensgrundlagen Biodiversität: Invasive Neophyten kennen keine Grenzen

CERCLE EXOTIQUE

Der Cercle Exotique wurde 2019 als Nachfolgeorganisation der AGIN sowie der Plattform der kantonalen Neobiota-Fachleute eingesetzt. Der CE hat zum Ziel, die Kantone bei ihren Aufgaben gemäss Freisetzungsverordnung im Bereich invasiver Neobiota zu unterstützen.
EFBS Eidg. Fachkommission für Biologische Sicherheit: Broschüre invasive gebietsfremde Pflanzen
GLOBE Interessierte Personen lernen über eigene Felderhebungen invasive Neophyten und deren Verbreitung kennen. Die invasiven Neophyten und deren vielschichtige Problematik bieten Möglichkeiten, das Thema unter dem Fokus der Biodiversität, der Raumnutzung, des Klimawandels, des Naturschutzes und der Sicherheit zu beleuchten: Invasive Neophyten
SCEE Energie-Umwelt-Informationsplattform der französischsprachigen Kantone (Kantonale Energie- und Umweltfachstellen): Exotische invasive Pflanzen
WSL Informationen für die Forstpraxis: Invasive Neophyten im Wald
JARDIN SUISSE Unternehmerverband Gärtner Schweiz: Umweltschutz - Invasive Neophyten
FIBL Fuchs Jacques, Kompostierung Erdmandelgras und Asiatische Knöteriche, 2017
NEOPHYT.ch Informationsseite Invasive Neophyten: www.neophyt.ch

 

in den Kantonen
Aargau Departement Gesundheit und Soziales, Chemie- & Biosicherheit: Neobiota
  Naturama: Neophyten in Naturschutzgebieten
Appenzell-Ausserrhoden Amt für Landwirtschaft, Abteilung Beratung und Pflanzenschutz; Fachstelle Pflanzenschutz/Problempflanzen: Invasive Neophyten
Appenzell-Innerrhoden Verwaltung, Dienstleistungen: Neophyten
Basel-Landschaft Bau und Umwelt, Sicherheitsinspektorat: Allgemeine Informationen zu Neobiota
Basel-Stadt Bau- und Verkehrsdepartement: Stadtgärtnerei > Invasive Neophyten
Bern Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektor, Kantonales Laboratorium: Invasive Neohyten
Freiburg Service de la nature et du paysage SNP: les néophytes dans le canton du Fribourg
Genève Territoire et environment > Nature: Page d’information sur les espèces exotiques envahissantes
Glarus Natur und Landschaftsschutz: Neophyten
  Naturzentrum Glarnerland: Invasive Neophyten
Graubünden Amt für Natur und Landschaft: Invasive Neophyten
Jura Office de l'environnement, Protection de la nature et du paysage: Espèces exotiques envahissantes
Luzern LAWA Luzern, Landwirtschaft und Wald: Problempflanzen
  ublu – Umweltberatung Luzern: Neophyten - Exotische Problempflanzen
Neuchâtel Service de la Nature: Espèces exotiques envahissantes (infos générales, cartographie, groupe de travail GRINE, etc.)
Nidwalden Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz: Neophyten-Bekämpfung
Obwalden Amt für Landwirtschaft und Umwelt: Invasive Neophyten
Schaffhausen Interkantonale Labor: Neophyten
Schwyz Amt für Umweltschutz, Neobioten: Invasiven Neophyten
Solothurn Amt für Landwirtschaft, Pflanzenbau (Bildungszentrum Wallierhof): Neophyten – Bekämpfung und Kontrolle
St. Gallen Informationen zu Natur, Jagd und Fischerei: Invasive Neophyten
Thurgau Amt für Umwelt, Anlagensicherheit und Neobiota: Neophyten
Ticino Organismi patogeni, invasivi o geneticamenta modificati: Gruppo di lavoro neobiota
  Sezione dell'agricoltura: Servizio fitosanitario
  Museo cantonale di storia naturale: Specie esotiche spontanee e invasive
Uri Amt für Umweltschutz: Neobiota
Valais Nature et paysage: plantes envahissantes
Vaud Division biodiversité et paysage: Plantes exotiques envahissantes
Zug Amt für Umweltschutz: Neobiota-Neophyten
Zürich Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft: Invasive Neophyten
  Arten im Kanton Zürich melden: Das können Sie tun
 

 

 

international/weltweit
CABI A not-profit science-based development and information organization. Development and research on managing invasive species.
  Invasive Species
CBD Invasive alien species (IAS) are species whose introduction and/or spread outside their natural past or present distribution threatens biological diversity: Informations "What are Invasive Alien Species"
Schweizer Regierung Internationales Recht: Übereinkommen vom 5. Juni 1992 über die Biologische Vielfalt
IUCN/ISSG Invasive Species Specialist Group
  Publications ISSG: 100 of the World's Worst Invasive Alien Species
  GISD, Global Invasive Species Database
GISIN Global Invasive Species Information Network
UN United Nations: Decade of Biodiversity