Schließen

Rosa majalis Herrm.

Zimt-Rose

Art
ISFS : 348900
Checklist : 1038770

Zusammenfassung

Artbeschreibung (© Flora Helvetica 2018)

100-150(-200) cm hoch, Zweige zimtbraun, mit kräftigen, gekrümmten Stacheln, diese meist zu 2. Blätter 5-7zählig, Teilblätter oval, einfach gezähnt, flaumig, ohne Drüsen, unterseits graugrün. Blüten meist einzeln, rosa bis dunkelrot, Durchmesser 3-4 cm. Blütenstiele kahl, 1-2 cm lang. Kelchblätter ganzrandig, nach dem Blühen aufgerichtet, länger als die Kronblätter, aussen oft flaumig, bei Fruchtreife bleibend. Frucht klein, kugelig, orange bis rot, kahl.

Blütezeit (© Flora Helvetica 2018)

5-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

Buschige Hänge, Felssimse / kollin-montan(-subalpin) / M, VS, vereinzelt TI, GR

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Eurosibirisch

Ökologische Zeigerwerte (© Landolt & al. 2010)

2+w+33-344.n.2n=14

Status

Status IUCN

 Verletzlich

Nationale Priorität

 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung

 3 - Hoch

Erhalten/Fördern

Gefährdungen


Verbuschung, Beschattung (Fehlende Auendynamik, zunehmende Kronenschluss von Auengebüschen und Auenwäldern)
Konkurrenz (Neophyten)
Kleine, isolierte Populationen
Ungeeignete Forstwirtschaft
Zerstörung der Vorkommen bei Revitalisierungen von Gewässern
Mangelhafter Jungwuchs

Verbreitungskarte

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Vor und nach Stichjahr

Erweitert

Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus Atlas Welten & Sutter (1982) und Nachträge (1984, 1994), seither nicht bestätigt
Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / Verwilder / Subspontan
Unsicher / Fraglich

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als gewähltem Schwellenwert
Mehr als (oder gleich) gewähltem Schwellenwert

Standort und Verbreitung in der Schweiz

M, VS, vereinzelt TI, GR

Verbreitung global

Eurosibirisch

Ökologie

Lebensform

Nanophanerophyt

Lebensraum

Lebensraum © Delarze & al. 2015

Charakterart 5.3.2 - Trockenwarmes Gebüsch (Berberidion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt
Charakterart Charakterart
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach © Landolt & al. (2010)

Bodenfaktoren Klimafaktoren Salztoleranz
Feuchtezahl F 2+w+ Lichtzahl L 3 Salzzeichen --
Reaktionszahl R 3 Temperaturzahl T 4
Nährstoffzahl N 3 Kontinentalitätszahl K 4
  • Legende zu den Zeigerwerten
    Feuchtezahl F
    1sehr trocken
    1+trocken
    2mässig trocken
    2+frisch
    3mässig feucht
    3+feucht
    4sehr feucht
    4+nass
    5überschwemmt, bzw. unter Wasser
    fim Bereich von fliessendem Bodenwasser
    uin der Regel im Wasser untergetaucht
    vmit untergetauchten und schwimmenden Organen
    wFeuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
    w+Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)
    Reaktionszahl R
    1stark sauer (pH 2.5-5.5)
    2sauer (pH 3.5-6.5)
    3schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
    4neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
    5basisch (pH 6.5->8.5)
    Nährstoffzahl N
    1sehr nährstoffarm
    2nährstoffarm
    3mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
    4nährstoffreich
    5sehr nährstoffreich bis überdüngt
    Salztoleranz
    1salztolerant
    3salzabhängig
    Lichtzahl L
    1sehr schattig
    2schattig
    3halbschattig
    4hell
    5sehr hell
    Temperaturzahl T
    1alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
    1+unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
    2subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
    2+unter-subalpin und ober-montan
    3montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
    3+unter-montan und ober-kollin
    4kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
    4+warm-kollin
    5sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
    Kontinentalitätszahl K
    1ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
    2subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
    3subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
    4subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
    5kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse 0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017)

Rosa majalis Herrm.

Volksname

Deutscher Name :

Zimt-Rose

Nom français :

Rosier cannelle

Nome italiano :

Rosa cannella

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

Relation Nom Referenzwerke No
=Rosa majalis Herrm.Checklist 2017348900
=Rosa majalis Herrm.Flora Helvetica 20011000
=Rosa majalis Herrm.Flora Helvetica 2012376
=Rosa majalis Herrm.Flora Helvetica 2018376
=Rosa majalis Herrm.Index synonymique 1996348900
=Rosa majalis Herrm.SISF/ISFS 2348900
=Rosa majalis Herrm.Welten & Sutter 1982677
= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017)
< Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten
> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status

Indigenat

Indigen
Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (© Walter & Gillett 1997) : Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN:

 Verletzlich

Verletzlich

Zusätzliche Informationen

Kriterien IUCN: C1; C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische Regionen Status Kriterien IUCN
Jura (JU) VUC1; C2a(i)
Mittelland (MP) VUC1; C2a(i)
Alpennordflanke (NA) VUC1; C2a(i)
Alpensüdflanke (SA) DD
Östliche Zentralalpen (EA) VUC1; C2a(i)
Westliche Zentralalpen (WA) VUC1; C2a(i)
  • Legende
    EXweltweit ausgestorben (Extinct)
    REregional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
    CR(PE)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
    CRvom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
    ENstark gefährdet (Endangered)
    VUverletzlich (Vulnerable)
    NTpotenziell gefährdet (Near Threatened)
    LCnicht gefährdet (Least Concern)

Status nationale Priorität/Verantwortung

Nationale Priorität 2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf 1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung 3 - Hoch
Überwachung Bestände 1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention) Nein
SHVollständig geschützt (06.03.1979)
VDVollständig geschützt (02.03.2005)
Schweiz --
TIVollständig geschützt (23.01.2013)
  • Disclaimer
    InfoFlora übernimmt die Angaben über geschützte Arten mit grösstmöglicher Sorgfalt aus den jeweiligen kantonalen Gesetzestexten. Vielfach konnten aber die in Gesetzestexten aufgeführten Pflanzennamen nicht ohne taxonomische oder nomenklatorische Interpretation übernommen werden. Die genaue Bedeutung der Kategorien „vollständig geschützt“ und „teilweise geschützt“ ist je nach Kanton unterschiedlich.

    InfoFlora kann die Korrektheit und Vollständigkeit der Angaben zum Schutzstatus nicht garantieren. Im Zweifelsfall verweisen wir auf die Gesetzestexte in den jeweiligen Kantonen.

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele für die Waldbewirtschaftung : Z - Zielart weitere Informationen

Erhalten/Fördern

Gefährdungen und Massnahmen

Verbuschung, Beschattung (Fehlende Auendynamik, zunehmende Kronenschluss von Auengebüschen und Auenwäldern)


Periodisches Ausholzen und Entbuschen
Punktuell auslichten

Konkurrenz (Neophyten)


Wuchernden Neophyten sind zumindest punktuell regelmäßig zu entfernen

Kleine, isolierte Populationen


Schutz der Fundstellen (Schutzgebiete, Mikroreservate)
Regelmäßige Bestandskontrollen (Monitoring)

Ungeeignete Forstwirtschaft


Info und Absprache mit Forstwirtschaft. Genügend lichte bis halbschattige Randflächen im Verbreitungsareal schaffen/erhalten, z.B. an Waldwegen, entlang von offeneren Flächen in Auengebeten etc.

Zerstörung der Vorkommen bei Revitalisierungen von Gewässern


Bei Revitalisierung von Gewässern bestehende Populationen in die Planung einbeziehen, vorgängig Detailkartierung der Art und Erhaltungskonzept
Bei maschinellen Erdverschiebungen (z.B. Versetzen von Dämmen) sind die bestehenden Stöcke zu versetzen

Mangelhafter Jungwuchs


Durch gezielte Pflege vorhandene Wurzeltriebe vor Konkurrenz (insbesondere Neophyten) schützen
Ex-situ Vermehrung von indigenen Rosenstöcke und gezielte Wiederansiedlung von robusten Jungpflanzen in Auen (insbesondere in revitalisierte Auen)

Ex situ Material

In-situ Massnahmen