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Ranunculus sceleratus L.

Gift-Hahnenfuss

Art
SISF: 341500
Checklist: 1037890

Zusammenfassung

Artbeschreibung (© Flora Helvetica 2018)

10-90 cm hoch, aufrecht, kahl, reichblütig. Grundständige und untere Stängelblätter lang gestielt, bis (fast) zum Grund 3(-5)teilig, Abschnitte nochmals 2-3teilig, etwas fleischig-glänzend. Obere Blätter sitzend, bis zum Grund 3teilig, mit schmal-lanzettlichen Abschnitten. Blüten hellgelb, Durchmesser 0,5-1 cm. Fruchtköpfchen länglich-walzenförmig, mit 70-100 Früchtchen.

Blütezeit (© Flora Helvetica 2018)

6-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

Sümpfe, Gräben, Ufer, Schuttplätze / kollin(-montan) / M, vereinzelt A und J

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Eurasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (© Flora Helvetica 2018)

4+w+45+444.t.2n=16,32,64

Status

Status IUCN

 Verletzlich (VU)

Nationale Priorität

 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung

 1 - Gering

Erhalten/Fördern

Gefährdungen


Sukzession, Konkurrenz
Zerstörung des Lebensraums (Melioration, Austrocknung, Entwässerung, Überbauung)
Kleine, isolierte Vorkommen
Ungeeignete Bewirtschaftung (Beweidung)
Verlust des Lebensraums (Rückgang von astatischen Kleingewässern mit nährstoffreichem Gewässergrund und Rückgang von flacher, unverbauter Seeufern, mit stark wechselnden Wasserstand)

Verbreitungskarte (Atlas)

Letzte Datenaktualisierung:
Die Daten werden soweit möglich einmal pro Tag aktualisiert.

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Ab dem Stichjahr
Vor und nach dem Stichjahr

Erweitert

Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus dem Atlas Welten & Sutter (1982) und den Nachträgen (1984, 1994), seither nicht bestätigt
Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Ab dem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / verwildert / subspontan
Unsicher / Fraglich

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als der gewählte Schwellenwert
Soviel oder mehr als der gewählte Schwellenwert
Form der Symbole
Talflächen Bergflächen
reichliches oder häufiges Vorkommen
spärliches oder seltenes Vorkommen
H Angaben aus Herbarien
L Angaben aus der Literatur
Farbe der Symbole
Meldungen aus dem Atlas Welten & Sutter (1982)
Vorkommen aus den Nachträgen 1984
Vorkommen aus den Nachträgen 1994

Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

M, vereinzelt A und J

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Eurasiatisch

Ökologie

Lebensform

Therophyt

Lebensraum

Lebensraum © Delarze & al. 2015

fett
Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt
Charakterart
Charakterart
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach © Landolt & al. (2010)

Bodenfaktoren Klimafaktoren Salztoleranz
Feuchtezahl F 4+w+ Lichtzahl L 4 Salzzeichen 1
Reaktionszahl R 4 Temperaturzahl T 4
Nährstoffzahl N 5 Kontinentalitätszahl K 4
Legende zu den Zeigerwerten

Feuchtezahl F

1
sehr trocken
1+
trocken
2
mässig trocken
2+
frisch
3
mässig feucht
3+
feucht
4
sehr feucht
4+
nass
5
überschwemmt, bzw. unter Wasser
f
im Bereich von fliessendem Bodenwasser
u
in der Regel im Wasser untergetaucht
v
mit untergetauchten und schwimmenden Organen
w
Feuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
w+
Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)

Reaktionszahl R

1
stark sauer (pH 2.5-5.5)
2
sauer (pH 3.5-6.5)
3
schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
4
neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
5
basisch (pH 6.5->8.5)

Nährstoffzahl N

1
sehr nährstoffarm
2
nährstoffarm
3
mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
4
nährstoffreich
5
sehr nährstoffreich bis überdüngt

Salztoleranz

1
salztolerant
3
salzabhängig

Lichtzahl L

1
sehr schattig
2
schattig
3
halbschattig
4
hell
5
sehr hell

Temperaturzahl T

1
alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
1+
unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
2
subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
2+
unter-subalpin und ober-montan
3
montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
3+
unter-montan und ober-kollin
4
kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
4+
warm-kollin
5
sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)

Kontinentalitätszahl K

1
ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
2
subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
3
subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
4
subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
5
kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse 0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser 2 - Schwerpunktlebensraum
Grundwasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017)

Ranunculus sceleratus L.

Volksname

Deutscher Name:
Gift-Hahnenfuss
Nom français:
Renoncule vénéneuse
Nome italiano:
Ranuncolo tossico

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

Beziehung Name eingeben Referenzwerke Nr.
=Ranunculus sceleratus L.Checklist 2017341500
=Ranunculus sceleratus L.Flora alpina 200419.17.25
=Ranunculus sceleratus L.Flora Helvetica 2001183
=Ranunculus sceleratus L.Flora Helvetica 2012178
=Ranunculus sceleratus L.Flora Helvetica 2018178
=Ranunculus sceleratus L.Index synonymique 1996341500
=Ranunculus sceleratus L.Landolt 19771188
=Ranunculus sceleratus L.Landolt 19911025
=Ranunculus sceleratus L.SISF/ISFS 2341500
=Ranunculus sceleratus L.Welten & Sutter 1982403
=
Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017)
<
Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten
>
Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status

Indigenat

Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (© Walter & Gillett 1997):   Nein

Status Rote Liste national

Status IUCN: Verletzlich

Verletzlich

Zusätzliche Informationen

Kriterien IUCN: A2c; B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische Regionen Status IUCN Kriterien IUCN
Jura (JU) ENC2a(i)
Mittelland (MP) VUA2c; B2ab(iii)
Alpennordflanke (NA) VUA2c; B2ab(iii)
Alpensüdflanke (SA) ENB2ab(iii)c(iii)
Östliche Zentralalpen (EA) ENC2a(i)
Westliche Zentralalpen (WA) VUA2c; B2ab(iii)
Legende
EX
weltweit ausgestorben (Extinct)
RE
regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
CR(PE)
verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
CR
vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
EN
stark gefährdet (Endangered)
VU
verletzlich (Vulnerable)
NT
potenziell gefährdet (Near Threatened)
LC
nicht gefährdet (Least Concern)
DD
ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
NE
nicht beurteilt (Not Evaluated)
NA
nicht anwendbar (Not Applicable)

Status nationale Priorität/Verantwortung

Handlungsebene LF (+GL) - Spezifische Lebensraumförderung
Hinweise zur Handlungsebene
Bestandsüberwachung 2 - genügend
Internationale Verantwortung der Schweiz 4 - Verantwortung
Dringlichkeit 3 - wünschbar und sinnvoll
Sicherung Einzelvorkommen

Schutzstatus

International (Berner Konvention) Nein
NWVollständig geschützt (29.11.2005)
TIVollständig geschützt (23.01.2013)
Schweiz
TGVollständig geschützt (01.07.2023)
VDVollständig geschützt (29.05.2025)
Disclaimer
InfoFlora übernimmt die Angaben über geschützte Arten mit grösstmöglicher Sorgfalt aus den jeweiligen kantonalen Gesetzestexten. Vielfach konnten aber die in Gesetzestexten aufgeführten Pflanzennamen nicht ohne taxonomische oder nomenklatorische Interpretation übernommen werden. Die genaue Bedeutung der Kategorien „vollständig geschützt“ und „teilweise geschützt“ ist je nach Kanton unterschiedlich.

InfoFlora kann die Korrektheit und Vollständigkeit der Angaben zum Schutzstatus nicht garantieren. Im Zweifelsfall verweisen wir auf die Gesetzestexte in den jeweiligen Kantonen.

Crop Wild Relatives

Crop Wild Relative-Art

Erhalten/Fördern

Gefährdungen und Massnahmen

Sukzession, Konkurrenz


Periodisch wechselnasse bis nasse offene Pionierstellen schaffen oder zulassen (an Teichen, in Kiesgruben, an nassen Riedwegen, an Mähein-/-ausfahrten in Riedweisen und offenen, erodierten Stellen in Flachmooren sowie an neu angelegten Teichen)

Zerstörung des Lebensraums (Melioration, Austrocknung, Entwässerung, Überbauung)


Austrocknung entgegenwirken
Keine weiteren Entwässerungen oder Drainage wechselnasser Mulden bewilligen
Berücksichtigung der Lebensräume und der Arten bei der Erstellung neuer Projekte

Kleine, isolierte Vorkommen


Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate)
Regelmäßige Bestandeskontrollen
Sammeln von Saatgut und Bildung einer Saatgutbank
Ex-situ Vermehrung von indigenem Material und Wiederansiedlung an potentiellen Fundstellen, Verstärkung bestehender Populationen

Ungeeignete Bewirtschaftung (Beweidung)


Je nach Fundsituation Bereiche zumindest alle 2-3 Jahre kleinflächig auszäunen
Erst nach Absamen beweiden

Verlust des Lebensraums (Rückgang von astatischen Kleingewässern mit nährstoffreichem Gewässergrund und Rückgang von flacher, unverbauter Seeufern, mit stark wechselnden Wasserstand)


Renaturierung durch Abhumisierung und Schaffung wechselnasser Pionierfluren
Im Bereich von neuen Lebensräumen bisherige Drainage verschliessen
Regelmäßige Pflege der Teichränder zur Schaffung offener Flächen
Flutmulden anlegen im ehemaligen Verbreitungsgebiet
Erhaltung flacher, unverbauter Seeufern, mit stark wechselndem Wasserstand und dadurch geringer Vegeationsbedeckung

Ex situ Material

In-situ Massnahmen

Mehr Informationen

Stadt Bern, 2024 : Kulturanleitung für die Ex situ-Vermehrung : Ranunculus sceleratus