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Cardamine rivularis auct.

Bach-Wiesen-Schaumkraut

Art
ISFS : 80400
Checklist : 1009030

Zusammenfassung

Artbeschreibung (© Flora Helvetica 2018)

Grundständige Blätter mit 3-15 Fiederpaaren und nur wenig grösserem Endteilblatt, dieses kaum länger als 1,5 cm. Stängelblätter 3-5, die unteren mit 5-9 nicht gestielten Fiederpaaren, Teilblätter nur 1-2mal so lang wie breit. Blüten rosa bis weiss. Kronblätter 7-11 mm, Kelchblätter 2,5-3,5 mm lang.

Blütezeit (© Flora Helvetica 2018)

6-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

See- und Bachufer, Quellfluren / (montan-)subalpin(-alpin) / AN, GR, VS

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Ostalpin-karpatisch

Ökologische Zeigerwerte (© Landolt & al. 2010)

4w22-423.h.2n=16,32

Status

Status IUCN

 Potenziell gefährdet

Nationale Priorität

 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung

 2 - Mittel

Erhalten/Fördern

Gefährdungen


Wenige, isolierte Vorkommen
Verwechslung mit häufiger Art (Cardamine pratensis)
Schädigung der natürlicher Quell-Lebensräume

Verbreitungskarte

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Vor und nach Stichjahr

Erweitert

Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus Atlas Welten & Sutter (1982) und Nachträge (1984, 1994), seither nicht bestätigt
Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / Verwilder / Subspontan
Unsicher / Fraglich

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als gewähltem Schwellenwert
Mehr als (oder gleich) gewähltem Schwellenwert

Standort und Verbreitung in der Schweiz

AN, GR, VS

Verbreitung global

Ostalpin-karpatisch

Ökologie

Lebensform

Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum

Lebensraum © Delarze & al. 2015

Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art 1.3.3 - Kalkarme Quellflur (Cardamino-Montion)
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art 2.2.2 - Kalkarmes Kleinseggenried (Braunseggenried) (Caricion fuscae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt
Charakterart Charakterart
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach © Landolt & al. (2010)

Bodenfaktoren Klimafaktoren Salztoleranz
Feuchtezahl F 4w Lichtzahl L 4 Salzzeichen --
Reaktionszahl R 2 Temperaturzahl T 2
Nährstoffzahl N 2 Kontinentalitätszahl K 3
  • Legende zu den Zeigerwerten
    Feuchtezahl F
    1sehr trocken
    1+trocken
    2mässig trocken
    2+frisch
    3mässig feucht
    3+feucht
    4sehr feucht
    4+nass
    5überschwemmt, bzw. unter Wasser
    fim Bereich von fliessendem Bodenwasser
    uin der Regel im Wasser untergetaucht
    vmit untergetauchten und schwimmenden Organen
    wFeuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
    w+Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)
    Reaktionszahl R
    1stark sauer (pH 2.5-5.5)
    2sauer (pH 3.5-6.5)
    3schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
    4neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
    5basisch (pH 6.5->8.5)
    Nährstoffzahl N
    1sehr nährstoffarm
    2nährstoffarm
    3mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
    4nährstoffreich
    5sehr nährstoffreich bis überdüngt
    Salztoleranz
    1salztolerant
    3salzabhängig
    Lichtzahl L
    1sehr schattig
    2schattig
    3halbschattig
    4hell
    5sehr hell
    Temperaturzahl T
    1alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
    1+unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
    2subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
    2+unter-subalpin und ober-montan
    3montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
    3+unter-montan und ober-kollin
    4kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
    4+warm-kollin
    5sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
    Kontinentalitätszahl K
    1ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
    2subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
    3subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
    4subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
    5kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse 2 - Schwerpunktlebensraum
Ruhiges Wasser 2 - Schwerpunktlebensraum
Grundwasser 2 - Schwerpunktlebensraum

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017)

Cardamine rivularis auct.

Volksname

Deutscher Name :

Bach-Wiesen-Schaumkraut

Nom français :

Cardamine des ruisseaux

Nome italiano :

--

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

Relation Nom Referenzwerke No
=Cardamine rivularis auct.Checklist 201780400
=Cardamine rivularis SchurFlora Helvetica 2001660
=Cardamine rivularis SchurFlora Helvetica 2012896
=Cardamine rivularis auct.Flora Helvetica 2018896
=Cardamine rivularis SchurIndex synonymique 199680400
=Cardamine rivularis SchurLandolt 19771367
=Cardamine rivularis SchurLandolt 19911155
=Cardamine rivularis SchurSISF/ISFS 280400
=Cardamine rivularis SchurWelten & Sutter 1982501
= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017)
< Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten
> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Kommentare aus der Checklist 2017

Taxonomische Untersuchungen zeigten, dass C. rivularis Schur auf Bulgarien und die südlichen Karpaten beschränkt und vom in Mittel- und Westeuropa vorkommenden Taxon zu unterscheiden ist. Der Name C. rivularis wurde in diesen Gebieten also falsch angewendet und erhält aus daher ausnahmsweise die Autorenschaft «auct.», denn der für dieses Taxon gültige Name ist noch nicht klar.
Checklist

Status

Indigenat

Indigen
Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (© Walter & Gillett 1997) : Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN:

 Potenziell gefährdet

Potenziell gefährdet

Zusätzliche Informationen

Kriterien IUCN: B2b(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische Regionen Status Kriterien IUCN
Jura (JU) --
Mittelland (MP) NTB2b(iii)
Alpennordflanke (NA) NTB2b(iii)
Alpensüdflanke (SA) --
Östliche Zentralalpen (EA) NTB2b(iii)
Westliche Zentralalpen (WA) DD
  • Legende
    EXweltweit ausgestorben (Extinct)
    REregional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
    CR(PE)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
    CRvom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
    ENstark gefährdet (Endangered)
    VUverletzlich (Vulnerable)
    NTpotenziell gefährdet (Near Threatened)
    LCnicht gefährdet (Least Concern)

Status nationale Priorität/Verantwortung

Nationale Priorität 4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf 0 - Kein Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung 2 - Mittel
Überwachung Bestände 0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz
  • Disclaimer
    InfoFlora übernimmt die Angaben über geschützte Arten mit grösstmöglicher Sorgfalt aus den jeweiligen kantonalen Gesetzestexten. Vielfach konnten aber die in Gesetzestexten aufgeführten Pflanzennamen nicht ohne taxonomische oder nomenklatorische Interpretation übernommen werden. Die genaue Bedeutung der Kategorien „vollständig geschützt“ und „teilweise geschützt“ ist je nach Kanton unterschiedlich.

    InfoFlora kann die Korrektheit und Vollständigkeit der Angaben zum Schutzstatus nicht garantieren. Im Zweifelsfall verweisen wir auf die Gesetzestexte in den jeweiligen Kantonen.

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft : L - Leitart weitere Informationen

Erhalten/Fördern

Gefährdungen und Massnahmen

Wenige, isolierte Vorkommen


Schutz der Fundstellen (Mikroreservate)
Regelmässige Bestandskontrollen (Monitoring)
Suche nach der Art (ehemalige bekannte Fundstellen besuchen und überprüfen)

Verwechslung mit häufiger Art (Cardamine pratensis)


Bekannte Standorte besuchen und Daten überprüfen
Andere Vorkommen in geeigneten Gebieten suchen
Vorkommen von ähnlichen Arten in ehemaligen Fundstellen der bedrohten Art überprüfen

Schädigung der natürlicher Quell-Lebensräume


Intensive Nutzungen wie Wasserfassungen für die Trinkwasserversorgung, Beschneiungsanlagen oder Energiegewinnung limitieren oder verbieten