Galium rubioides L.

Familie: Rubiaceae
Status: Gültiger Name [A]

Krappartiges Labkraut
Gaillet à feuilles de garance, Caglio falsa robbia

Angaben aus der Flora Helvetica

Artbeschreibung
Ähnlich wie G. boreale, aber bis über 1 m hoch, Stängel unten oft behaart, mittlere Blätter länglich-oval bis eiförmig, 3–6 cm lang und 1–2 cm breit, zwischen den Hauptnerven mit deutlichem Adernetz, Blütenstand breit-eiförmig, Blütenstiele 3–5 mm lang, Früchte ca. 3 mm hoch, fast immer kahl, mit blasenförmig abgehobener Fruchtwand.

Blütezeit
6–8

Standort und Verbreitung in der Schweiz
Schuttplätze, Alluvionen ; kollin ; VD, früher ZH und VS

Allgemeine Verbreitung
Osteuropäisch

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)
U,N.3+w+43-34+4.g. 2n=66.

    Galium rubioides L., © Konrad Lauber
    Galium rubioides L., © Konrad Lauber
Deutscher Name Nom français Nome italiano
Volksname Krappartiges Labkraut
Gaillet fausse garance
Gaillet à feuilles de garance
Caglio falsa robbia

Status ReferenzwerkeNo
Synonymie-Index 2005 A 180000
Synonymie-Index 1996 A 180000
Flora Helvetica 2012 A 1447
Flora Helvetica 2001 A 1944
Binz français 1994 A
Landolt 1991
Binz deutsch 1990 A
Welten & Sutter 1982 A 1607
Hess & Landolt 1980 A
Landolt 1977 A 2784
Synonyme
(A) Gültiger Name • (I) In Taxon eingeschlossen • (S) Synonym • (C) Name, welcher mehrere Taxa zusammenfasst • (N) Name in Bearbeitung

Status nationale Priorität/Verantwortung

Nationale Priorität -
Massnahmenbedarf -
Internationale Verantwortung -

Status Rote Liste national (2002)

Status IUCN Zusätzliche Informationen
Nicht beurteilt Nr. RL
Herkunft
Kriterien IUCN D

Status Rote Liste regional (2002)

Biogeografische Regionen Stati IUCN
Jura (JU)
Jura West (JU1)
Jura Ost (JU2)
Mittelland (MP) Vom Aussterben bedroht (CR)
Mittelland West (MP1)
Mittelland Ost (MP2) Vom Aussterben bedroht (CR)
Alpennordflanke (NA) Regional ausgestorben (RE)
Alpennordflanke West (NA1) Regional ausgestorben (RE)
Alpennordflanke Ost (NA2)
Westliche Zentralalpen (WA)
Östliche Zentralalpen (EA)
Alpensüdflanke (SA)
Tessin (SA1)
Bergell (SA2)
Puschlav (SA3)

Liste der gerfährdeten Planzen IUCN (Walter & Gillett 1997)


Schutzstatus
International (Berner Konvention)
Schweiz
Aargau
Appenzell Innerrh.
Appenzell Ausserrh.
Bern
Basel-Land
Basel-Stadt
Freiburg
Genf
Glarus
Graubünden
Jura
Luzern
Neuenburg
Nidwalden
Obwalden
St. Gallen
Schaffhausen
Solothurn
Schwyz
Thurgau
Tessin
Uri
Waadt
Wallis
Zürich
Zug
Lebensraum Delarze & al. 2008
2.3.3 Spierstaudenflur (Filipendulion) Charakterart
Dominante Art, welche das Aussehen
des Lebensraumes mitprägt (Fett)
Charakterart =Charakterart / Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art = Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Allgemeine Ökologie
Ökologische Gruppe (Rote Liste 2002) Pionierpflanzen niedere Lagen
Lebensform Geophyt

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)
Bodenfaktoren Salztoleranz Klimafaktoren
Feuchtezahl F 3+w+ Salzzeichen Lichtzahl L 3
Reaktionszahl R 4 Temperaturzahl T 4+
Nährstoffzahl N 3 Kontinentalitätszahl K 4
  • Legende zu den Zeigerwerten
    Feuchtezahl F
    1sehr trocken
    1+trocken
    2mässig trocken
    2+frisch
    3mässig feucht
    3+feucht
    4sehr feucht
    4+nass
    5überschwemmt, bzw. unter Wasser
    ^im Bereich von fliessendem Bodenwasser
    Uin der Regel im Wasser untergetaucht
    Vmit untergetauchten und schwimmenden Organen
    wFeuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
    w+Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)
    Reaktionszahl R
    1stark sauer (pH 2.5-5.5)
    2sauer (pH 3.5-6.5)
    3schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
    4neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
    5basisch (pH 6.5->8.5)
    Nährstoffzahl N
    1sehr nährstoffarm
    2nährstoffarm
    3mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
    4nährstoffreich
    5sehr nährstoffreich bis überdüngt
    Salztoleranz
    1salztolerant
    3salzabhängig
    Lichtzahl L
    1sehr schattig
    2schattig
    3halbschattig
    4hell
    5sehr hell
    Temperaturzahl T
    1alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
    1+unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
    2subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
    2+unter-subalpin und ober-montan
    3montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
    3+unter-montan und ober-kollin
    4kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
    4+warm-kollin
    5sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
    Kontinentalitätszahl K
    1ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
    2subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
    3subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
    4subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
    5kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)