Sphagnetalia medii Kästner et Flössner 1933
Sphagnetalia Pawłowski 1928 (art. 2b) ; Sphagnetalia Rübel 1933 (art. 2b) ; Sphagnetalia magellanici Kästner & Flössner 1933 nom. mut. propos. – Suite aux travaux de Hassel et al. (2018), le concept de Sphagnum magellanicum sensu stricto est limité à la Terre de Feu. Sphagnum medium, taxon de référence, a une distribution amphi-atlantique dans l'hémisphère nord.
Gruppierung mitteleuropäischer Hochmoore mit montaner und borealer Verbreitung, gekennzeichnet durch Andromeda polifolia, Carex pauciflora, Vaccinium uliginosum, Sphagnum fuscum Dicranum undulatum, Calypoegia sphagnicola. (Kolline) montane-subalpine (alpine) Höhenstufe. Die Torfböden (zusammengesetzte, wenig tiefgründige, fasrige, stark zersetzte Histosole) sind stark sauer (2,8 ≤ pH ≤ 5) mit stehendem oder leicht fluktuierenden Wasserstand (der Pegel liegt normalerweise 10-30 cm unter der Oberfläche), der aufgrund der ausgeprägten Trockenperioden seit Beginn des 21. Jh. zu vorübergehenden Absenkungen des Grundwasserspiegels in der kollinen und montanen Stufe führen kann. Die Existenz oberflächennaher Durchlüftung (± 10 cm) erleichtert den Abbau der Torfmoose und die Ansiedlung der genannten Ericaceen. Die Böden sind mehrheitlich von Regenwasser versorgt (ombrotrophe Situation) und stärker versauert wie auch nährstoffärmer als bei einer Verorgung durch fliessendes Bodenwasser (minerotrophe Situation). Austrocknung ermöglicht eine allmähliche Wiederbewaldung. In tiefen Lagen etablieren sich in der Zwergstrauchschicht Vaccinium vitis-idaea und V. myrtillus auf Kosten der hochmoortypischen Arten der Kraut- und Strauchschicht. Die Torfmosse überlassen in bei Austrocknung den Raum den Zwergsträuchern. Diese erscheinen zuerst als Einzelsträucher, später als teppichbildende Inseln unter der aufkommenden Baumschicht. Unter 2000 m entwickelt sich diese Baumschicht als Torfmoos-Bergföhrenwald (Sphagno-Pinetum uncinatae), als Föhren-Birkenbruchwald (Sphagno-Betuletum pubescentis) oder als Torfmoos-Fichtenwald (Sphagno-Piceetum). Über der Waldgrenze kann sich nur die Zwergstrauchschicht verdichten (Mucina et al. 2016).
| Frequency / Dominance | Scientific name | English name | aF | Vaccinium myrtillus L. | Heidelbeere | aF | Vaccinium vitis-idaea L. | Preiselbeere | CH | Andromeda polifolia L. | Rosmarinheide | CH | Eriophorum vaginatum L. | Scheiden-Wollgras | CH | Vaccinium uliginosum L. | Gewöhnliche Rauschbeere |
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