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5.4.5. Mesophile subalpine Zwergstrauchheide (Alpenrosenheide)

Rhododendro-Vaccinion

Beschreibung

Aussehen und Ökologie (© Delarze & al. 2015)

Der hohe Deckungsgrad von Rostblättrigen Alpenrosen (Rhododendron ferrugineum) und Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus), unterlegt von grossen Moospolstern, sind typisch für die Einheit. Auf flachgründigeren Böden kann sich die Legeföhre (Pinus mugo) hinzugesellen. Die Alpenrosenheiden finden ihr Optimum in eher schattigen Lagen, die lange eingeschneit bleiben. Die Schneedecke schützt sie gegen die Winterkälte (Rhododendron ist auf sehr tiefe Temperaturen empfindlich). Der Boden ist sauer und nährstoffarm; Rohhumus belegt die obere Schicht. Es handelt sich meistens um einen Podsol-Boden. Die mesophile Zwergstrauchheide steht den subalpinen Nadelwäldern nahe und bildet einen Gürtel an der oberen Grenze der subalpinen Stufe im Übergang zu den alpinen Rasen. In tieferen Lagen besiedelt es Sonderstandorte mit kühlem, feuchtem Mikroklima.

Verbreitungskarte

Berechnungsmethode

Aktuelle Verbreitung: Gewichtete Summe (Anzahl Charakterarten und Arten, die in einem Lebensraum häufig auftreten, aber weniger strikt an ein Milieu gebunden sind) pro Hektar auf der Grundlage aktueller Beobachtungen. Charakterarten haben einen Gewichtungsfaktor von 10, die übrigen Kennarten werden ohne Gewichtung gezählt. Der Lebensraum wird in einer Rasterzelle (5 x 5 km) als vorhanden angezeigt, wenn die Rasterzelle mindestens einen Hektar mit einem Mindestwert von 11 Punkten enthält.

Potenzielle Verbreitung: Gewichtete Summe (Anzahl Charakterarten und Arten, die in einem Lebensraum häufig auftreten, aber weniger strikte an ein Milieu gebunden sind) pro Hektar auf der Grundlage von Modellen zur Verbreitung von Arten. Die Berechnungsstrategie ist die gleiche wie bei der aktuellen Verteilung, aber es werden modellierte Verbreitungskarten anstelle von aktuellen Beobachtungen verwendet.

Bilder

Liste der Arten

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt
Charakterart Charakterart
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art


Wissenschaftlicher Name Deutscher Name
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Astrantia minor L.Kleine Sterndolde
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Avenella flexuosa (L.) DrejerDraht-Schmiele
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Calamagrostis villosa (Chaix) J. F. Gmel.Wolliges Reitgras
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Diphasiastrum alpinum (L.) HolubAlpen-Flachbärlapp
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Huperzia selago (L.) Schrank & Mart.Tannenbärlapp
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Lonicera caerulea L.Blaue Heckenkirsche
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Pinus mugo Turra subsp. mugoLeg-Föhre
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Pyrola minor L.Kleines Wintergrün
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Rhododendron ferrugineum L.Rostblättrige Alpenrose
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Vaccinium gaultherioides BigelowKleinblättrige Rauschbeere
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Vaccinium myrtillus L.Heidelbeere

Status

Status nationale Priorität/Verantwortung

Nationale Priorität K: Keine nationale Priorität
Massnahmenbedarf 0: Kein Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung 1: Gering

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN:   Nicht gefährdet

LC: Non menacé

Zusätzliche Informationen

Kriterien IUCN:

  • Legende
    COVerschwunden
    CRvom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
    ENstark gefährdet (Endangered)
    VUverletzlich (Vulnerable)
    NTpotenziell gefährdet (Near Threatened)
    LCnicht gefährdet (Least Concern)

Schutzstatus (NHV Anhang 1)

Schützenswerter Lebensraumtyp

Status Regeneration 2016

Regenerationsklasse 4: 25 bis 50 Jahre