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VI.2.1. Sphagnetalia medii

Beschreibung

Sphagnetalia medii Kästner et Flössner 1933

Sphagnetalia Pawłowski 1928 (art. 2b) ; Sphagnetalia Rübel 1933 (art. 2b) ; Sphagnetalia magellanici Kästner & Flössner 1933 nom. mut. propos. – Suite aux travaux de Hassel et al. (2018), le concept de Sphagnum magellanicum sensu stricto est limité à la Terre de Feu. Sphagnum medium, taxon de référence, a une distribution amphi-atlantique dans l'hémisphère nord.

03.06.2026

Gruppierung mitteleuropäischer Hochmoore mit montaner und borealer Verbreitung, gekennzeichnet durch Andromeda polifolia, Carex pauciflora, Vaccinium uliginosum, Sphagnum fuscum Dicranum undulatum, Calypoegia sphagnicola. (Kolline) montane-subalpine (alpine) Höhenstufe. Die Torfböden (zusammengesetzte, wenig tiefgründige, fasrige, stark zersetzte Histosole) sind stark sauer (2,8 ≤ pH ≤ 5) mit stehendem oder leicht fluktuierenden Wasserstand (der Pegel liegt normalerweise 10-30 cm unter der Oberfläche), der aufgrund der ausgeprägten Trockenperioden seit Beginn des 21. Jh. zu vorübergehenden Absenkungen des Grundwasserspiegels in der kollinen und montanen Stufe führen kann. Die Existenz oberflächennaher Durchlüftung (± 10 cm) erleichtert den Abbau der Torfmoose und die Ansiedlung der genannten Ericaceen. Die Böden sind mehrheitlich von Regenwasser versorgt (ombrotrophe Situation) und stärker versauert wie auch nährstoffärmer als bei einer Verorgung durch fliessendes Bodenwasser (minerotrophe Situation). Austrocknung ermöglicht eine allmähliche Wiederbewaldung. In tiefen Lagen etablieren sich in der Zwergstrauchschicht Vaccinium vitis-idaea und V. myrtillus auf Kosten der hochmoortypischen Arten der Kraut- und Strauchschicht. Die Torfmosse überlassen in bei Austrocknung den Raum den Zwergsträuchern. Diese erscheinen zuerst als Einzelsträucher, später als teppichbildende Inseln unter der aufkommenden Baumschicht. Unter 2000 m entwickelt sich diese Baumschicht als Torfmoos-Bergföhrenwald (Sphagno-Pinetum uncinatae), als Föhren-Birkenbruchwald (Sphagno-Betuletum pubescentis) oder als Torfmoos-Fichtenwald (Sphagno-Piceetum). Über der Waldgrenze kann sich nur die Zwergstrauchschicht verdichten (Mucina et al. 2016).

Liste der Arten

03.06.2026
Frequenz / Dominanz Wissenschaftlicher Name Deutscher Name
aF Vaccinium myrtillus L.Heidelbeere
aF Vaccinium vitis-idaea L.Preiselbeere
CH Andromeda polifolia L.Rosmarinheide
CH Eriophorum vaginatum L.Scheiden-Wollgras
CH Vaccinium uliginosum L.Gewöhnliche Rauschbeere
Legende

Klasse

aF
stete oder Ökologisch breite Art

Ordnung

oDi
Ordnungs-Differenzialart

Verband

alCH
Verbands-Charakterart
alDi
Verbands-Differenzialart

Unterverband

ssalDi
Unterverbands-Differenzialart

Assoziation (zusammengefasste Aufnahmen)

aCH
Assoziations-Charakterart
aDi
Assoziations-Differenzialart
CH
Assoziations-Charakterart gemäss Autor der Tabelle
Di
Assoziations-Differenzialart gemäss Autor der Tabelle
rCH
Regional Assoziations-Charakterart
hs
Hochstete Art (Stetigkeit > 50%)
w
Begleitart (Stetigkeit 20-50%)
V
Stetigkeit ≥ 80%
IV
Stetigkeit 60-80%
III
Stetigkeit 40-60%
II
Stetigkeit 20-40%
I
Stetigkeit < 20%

Assoziation (einzelne Aufnahme)

4
Deckung 50-75%
3
Deckung 25-50%
2
Deckung 5-25%
1
Deckung < 5%
+
Wenig Individuen mit vernachlässigbarer Deckung (inkl. Code "r")
xxx
Präsenz sehr wichtig ohne Angabe zu Abondanz oder Dominanz
xx
Präsenz wichtig ohne Angabe zu Abondanz oder Dominanz
x
Präsenz ohne Angabe zu Abondanz oder Dominanz