Schließen
< Zurück

Neue Kandidatenliste veröffentlicht

16-02-2026 Info

Sieben neue Kandidaten: fast alles Wasserpflanzen

Die Kandidatenliste 2025 von InfoFlora wurde aktualisiert. Sie enthält exotische Pflanzenarten, deren invasives Potenzial für die Schweiz bisher noch nicht beurteilt wurde, auch nicht im Rahmen des Swiss Invasive Plant Risk Assessment (SIPRA), einschliesslich der schweizerischen Umsetzung der Environmental Impact Classification for Alien Taxa ((S)EICAT). Die Arten sind weder in der Liste der invasiven und potenziell invasiven Arten der Schweiz (BAFU 2022/InfoFlora) noch in gesetzlichen Regelungen der Schweiz aufgeführt.

Neu hinzugekommen sind sieben Arten aus den internationalen Warnlisten der EPPO, der Europäischen und Mediterranen Pflanzenschutzorganisation. Auffällig: Fast alle sind Wasserpflanzen. Zu den neuen Kandidaten zählen Ageratina altissima, Aponogeton distachyos, Echinochloa oryzicola, Murdannia keisak, Myriophyllum rubricaule, Saururus cernuus und Vallisneria australis.

 

Murdannia keisakMurdannia keisak, nancyellivc, edited, CC BY 4.0

 

Die Kandidatenliste ist ein wissenschaftliches Arbeitsinstrument von InfoFlora. Sie soll Fachpersonen frühzeitig auf Arten aufmerksam machen, die sich unter Schweizer Bedingungen potenziell problematisch entwickeln könnten. Gleichzeitig regt sie dazu an, weitere Informationen zu sammeln und Vorkommen zu dokumentieren. So entsteht die Grundlage, um geeignete Arten für eine spätere Risikobewertung im Rahmen von SIPRA auszuwählen.

 

Aponogeton distachyosAponogeton distachyos, Felix Riegel, edited, CC BY-NC 4.0

 

Die Liste wird regelmässig aktualisiert, und neue Arten können jährlich vorgeschlagen werden. Vorschläge, die im nächsten Jahr berücksichtigt werden sollen, müssen bis zum 31. Mai bei InfoFlora eingereicht werden. Alle Details zum Verfahren zur Einreichung von Vorschlägen für Kandidatenarten finden Sie hier.

Die Kandidatenliste hat keinen rechtlichen Wert und enthält keine Empfehlungen zur gärtnerischen Nutzung, Regulierung oder zu spezifischen Bewirtschaftungsmassnahmen.