Empfehlungen

Die Empfehlungen für die Gewinnung und Verwendung von Saat- und Pflanzgut einheimischer Arten, welche 1994 zum ersten Mal aufgesetzt wurden, haben das Ziel die biologische und genetische Vielfalt der natürlichen Flora zu erhalten. Sie stützen sich im Wesentlichen auf zwei Grundsätze, die kurz zusammengefasst wie folgt lauten:

  • das verwendete Saat- und Pflanzgut soll aus der gleichen biogeographischen Region stammen wie die Empfänger-Parzelle;
  • die ökologischen Anforderungen der Arten sollen mit denen der zu begrünenden Fläche übereinstimmen.


 Die Mischungen sollen ausserdem keine gefährdeten Arten enthalten (siehe Rote Liste 2016), und sie sollen keine Arten mit unregelmässiger, lokaler Verbreitung enthalten da keine Arten in Regionen eingeführt werden sollen wo sie vorher nicht waren.   

Beim Sammeln von Saatgut in einem natürlichen Bestand muss darauf geachtet werden diesen nicht zu gefährden. Damit die genetische Vielfalt beibehalten und mitgenommen wird, muss jedoch genügend Saatgut gesammelt werden und es dürfen keine Pflanzen ausgesucht werden. Auch beim Anbau und der Vermehrung sollen keine Individuen ausgesucht und gefördert werden.

Auf der Website Regio Flora finden Sie weitere Informationen. Das PDF enthält die  leicht angepassten Empfehlungen von 1994.

 Empfehlungen für die Nutzung von Saatgut einheimischer Wildpflanzen

www.regioflora.ch