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Trifolium striatum L.

Gestreifter Klee

Art
SISF: 427900
Checklist: 1047730

Zusammenfassung

Artbeschreibung (© Flora Helvetica 2018)

5-30 cm hoch, besonders am Grund verzweigt, dicht behaart. Blätter 3zählig. Teilblätter verkehrt-eiförmig, fein gezähnt, vorn ausgerandet, abgerundet oder bespitzt, mit geraden Seitennerven. Blüten rosa, +/- sitzend. Blütenstände kugelig bis eiförmig, ca. 1 cm lang, endständig und einzeln in den Blattwinkeln, ungestielt. Kelchröhre aussen dicht behaart, zur Fruchtzeit aufgetrieben und mit ausgebreiteten, geraden Zähnen.

Blütezeit (© Flora Helvetica 2018)

5-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

Trockenwiesen, Felsenheiden / kollin(-montan) / Sehr zerstreut J, M (besonders am Jurafuss), AS

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Westeuropäisch-mediterran

Ökologische Zeigerwerte (© Flora Helvetica 2018)

1+32+44+2.t.2n=14

Status

Status IUCN

 Verletzlich (VU)

Nationale Priorität

 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung

 1 - Gering

Erhalten/Fördern

Gefährdungen


Verlust des Lebensraums(Aufgabe der Weide, fehlende offene Stellen, Verbuschung)
Eutrophierung und Herbizide
Zerstörung des Lebensraums(Weinberg, bebaute Fläche, Einebnung des Bodenreliefs, Aufforstung, Nutzungintensivierung in Magerrasen)
Kleine, isolierte Vorkommen
Verlust des Lebensraums (Aufgabe der Weide, fehlende offene Stellen, Verbuschung)
Zerstörung des Lebensraums (Weinberg, bebaute Fläche, Einebnung des Bodenreliefs, Aufforstung, Intensivierung in Magerrasen)

Verbreitungskarte (Atlas)

Letzte Datenaktualisierung:
Die Daten werden soweit möglich einmal pro Tag aktualisiert.

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Ab dem Stichjahr
Vor und nach dem Stichjahr

Erweitert

Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus dem Atlas Welten & Sutter (1982) und den Nachträgen (1984, 1994), seither nicht bestätigt
Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Ab dem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / verwildert / subspontan
Unsicher / Fraglich

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als der gewählte Schwellenwert
Soviel oder mehr als der gewählte Schwellenwert
Form der Symbole
Talflächen Bergflächen
reichliches oder häufiges Vorkommen
spärliches oder seltenes Vorkommen
H Angaben aus Herbarien
L Angaben aus der Literatur
Farbe der Symbole
Meldungen aus dem Atlas Welten & Sutter (1982)
Vorkommen aus den Nachträgen 1984
Vorkommen aus den Nachträgen 1994

Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

Sehr zerstreut J, M (besonders am Jurafuss), AS

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Westeuropäisch-mediterran

Ökologie

Lebensform

Therophyt

Lebensraum

Lebensraum © Delarze & al. 2015

fett
Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt
Charakterart
Charakterart
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach © Landolt & al. (2010)

Bodenfaktoren Klimafaktoren Salztoleranz
Feuchtezahl F 1+ Lichtzahl L 4 Salzzeichen 1
Reaktionszahl R 3 Temperaturzahl T 4+
Nährstoffzahl N 2 Kontinentalitätszahl K 2
Legende zu den Zeigerwerten

Feuchtezahl F

1
sehr trocken
1+
trocken
2
mässig trocken
2+
frisch
3
mässig feucht
3+
feucht
4
sehr feucht
4+
nass
5
überschwemmt, bzw. unter Wasser
f
im Bereich von fliessendem Bodenwasser
u
in der Regel im Wasser untergetaucht
v
mit untergetauchten und schwimmenden Organen
w
Feuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
w+
Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)

Reaktionszahl R

1
stark sauer (pH 2.5-5.5)
2
sauer (pH 3.5-6.5)
3
schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
4
neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
5
basisch (pH 6.5->8.5)

Nährstoffzahl N

1
sehr nährstoffarm
2
nährstoffarm
3
mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
4
nährstoffreich
5
sehr nährstoffreich bis überdüngt

Salztoleranz

1
salztolerant
3
salzabhängig

Lichtzahl L

1
sehr schattig
2
schattig
3
halbschattig
4
hell
5
sehr hell

Temperaturzahl T

1
alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
1+
unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
2
subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
2+
unter-subalpin und ober-montan
3
montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
3+
unter-montan und ober-kollin
4
kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
4+
warm-kollin
5
sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)

Kontinentalitätszahl K

1
ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
2
subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
3
subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
4
subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
5
kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse 0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017)

Trifolium striatum L.

Volksname

Deutscher Name:
Gestreifter Klee
Nom français:
Trèfle strié
Nome italiano:
Trifoglio striato

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

Beziehung Name eingeben Referenzwerke Nr.
=Trifolium striatum L.Checklist 2017427900
=Trifolium striatum L.Flora alpina 200464.33.19
=Trifolium striatum L.Flora Helvetica 20011137
=Trifolium striatum L.Flora Helvetica 2012641
=Trifolium striatum L.Flora Helvetica 2018641
=Trifolium striatum L.Index synonymique 1996427900
=Trifolium striatum L.Landolt 19771727
=Trifolium striatum L.Landolt 19911436
=Trifolium striatum L.SISF/ISFS 2427900
=Trifolium striatum L.Welten & Sutter 1982891
=
Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017)
<
Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten
>
Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status

Indigenat

Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (© Walter & Gillett 1997):   Nein

Status Rote Liste national

Status IUCN: Verletzlich

Verletzlich

Zusätzliche Informationen

Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische Regionen Status IUCN Kriterien IUCN
Jura (JU) VUC2a(i)
Mittelland (MP) CRB2ab(iii); C1
Alpennordflanke (NA) NA
Alpensüdflanke (SA) CRC2b; D
Östliche Zentralalpen (EA)
Westliche Zentralalpen (WA) CRB2ab(iv); C1
Legende
EX
weltweit ausgestorben (Extinct)
RE
regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
CR(PE)
verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
CR
vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
EN
stark gefährdet (Endangered)
VU
verletzlich (Vulnerable)
NT
potenziell gefährdet (Near Threatened)
LC
nicht gefährdet (Least Concern)
DD
ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
NE
nicht beurteilt (Not Evaluated)
NA
nicht anwendbar (Not Applicable)

Status nationale Priorität/Verantwortung

Handlungsebene LF (+GL) - Spezifische Lebensraumförderung
Hinweise zur Handlungsebene
Bestandsüberwachung 2 - genügend
Internationale Verantwortung der Schweiz 4 - Verantwortung
Dringlichkeit 2 - notwendig und wichtig
Sicherung Einzelvorkommen

Schutzstatus

International (Berner Konvention) Nein
GEVollständig geschützt (25.07.2007)
TIVollständig geschützt (23.01.2013)
Schweiz
VDVollständig geschützt (29.05.2025)
Disclaimer
InfoFlora übernimmt die Angaben über geschützte Arten mit grösstmöglicher Sorgfalt aus den jeweiligen kantonalen Gesetzestexten. Vielfach konnten aber die in Gesetzestexten aufgeführten Pflanzennamen nicht ohne taxonomische oder nomenklatorische Interpretation übernommen werden. Die genaue Bedeutung der Kategorien „vollständig geschützt“ und „teilweise geschützt“ ist je nach Kanton unterschiedlich.

InfoFlora kann die Korrektheit und Vollständigkeit der Angaben zum Schutzstatus nicht garantieren. Im Zweifelsfall verweisen wir auf die Gesetzestexte in den jeweiligen Kantonen.

Crop Wild Relatives

Vorrangige Crop Wild Relative-Art

Erhalten/Fördern

Gefährdungen und Massnahmen

Verlust des Lebensraums(Aufgabe der Weide, fehlende offene Stellen, Verbuschung)


Förderung der Störung (Beweidung im Sommerhalbjahr zeitweise intensiv mit Schafen)
Schaffung von Pionierfluren auf Teilflächen durch Bodenverwundungen (Plaggen)
Entbuschung (Beseitigung des Gehölzschnitts durch Abtransport oder Verbrennen)
Erhaltung von Biotopen (kurze Rasenflächen, lückenhafte Wiesenflächen, Xerobromion) mit angemessener Pflege, ohne Düngung

Eutrophierung und Herbizide


Verbot von Düngemitteln in der Umgebung
Einrichtung einer Pufferstreifen von mindestens 20-50 m Breite

Zerstörung des Lebensraums(Weinberg, bebaute Fläche, Einebnung des Bodenreliefs, Aufforstung, Nutzungintensivierung in Magerrasen)


Schutz des Lebensraum (Mikroreservate)
Verbot oder Regulierung von Arbeiten in der Nähe von Fundstellen
Verbot von intensive Nutzung (Optimal ist eine traditionelle Beweidung der Wuchsorte, die je nach Aufwuchs bis zu dreimal jährlich durchgeführt werden kann und bei der durch den Viehtritt kleinflächig offene Bodenstellen hervorgerufen werden)

Kleine, isolierte Vorkommen


Eventuell ex-situ Vermehrung von indigenem Material (Samen) und Wiederansiedlung an ursprünglichen (oder potentiellen) Fundstellen, Verstärkung bestehender Populationen
Samen in einer nationalen Samenbank aufbewahren

Verlust des Lebensraums (Aufgabe der Weide, fehlende offene Stellen, Verbuschung)


Förderung der Störung (Beweidung im Sommerhalbjahr zeitweise intensiv mit Schafen)
Schaffung von Pionierfluren auf Teilflächen durch Bodenverwundungen (Plaggen)
Entbuschung (Beseitigung des Gehölzschnitts durch Abtransport oder Verbrennen)
Erhaltung von Biotopen (kurze Rasenflächen, lückenhafte Wiesenflächen, Xerobromion) mit angemessener Pflege, ohne Düngung

Zerstörung des Lebensraums (Weinberg, bebaute Fläche, Einebnung des Bodenreliefs, Aufforstung, Intensivierung in Magerrasen)


Schutz des Lebensraums (Mikroreservate)
Verbot oder Regulierung von Arbeiten in der Nähe von Fundstellen
Verbot von intensive Nutzung (Optimal ist eine traditionelle Beweidung der Wuchsorte, die je nach Aufwuchs bis zu dreimal jährlich durchgeführt werden kann und bei der durch den Viehtritt kleinflächig offene Bodenstellen hervorgerufen werden)

Ex situ Material

In-situ Massnahmen