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Tofieldia pusilla (Michx.) Pers.

Kleine Simsenlilie

Art
ISFS : 421700
Checklist : 1047000

Zusammenfassung

Artbeschreibung (© Flora Helvetica 2018)

Ähnlich wie T. calyculata, aber nur 5-15 cm hoch, Blätter kurz zugespitzt, 3-5nervig, Blütenstand nur 0,5-1 cm lang, Tragblatt unter dem Blütenstiel 2-3teilig, kürzer bis länger als der Blütenstiel, dieser im Unterschied zu T. calyculata ohne kelchartiges Vorblatt unter der Blüte. Perigonblätter nur 2-2,5 mm lang.

Blütezeit (© Flora Helvetica 2018)

7-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

Sandig-feinkiesige, moorige Stellen, oft mit Kobresia simpliciuscula, seltener mit Carex firma / subalpin-alpin / GR, VS, vereinzelt AN

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Arktisch-alpin

Ökologische Zeigerwerte (© Landolt & al. 2010)

3+w+32-41+3.h.2n=30

Status

Status IUCN

 Potenziell gefährdet

Nationale Priorität

 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung

 3 - Hoch

Erhalten/Fördern

Gefährdungen


Zerstörung des Lebensraums (Änderung der Hydrologie, Wasserkraftanlage, Mast)
Kleine, isolierte Vorkommen

Anatomie

Zusammenfassung der Stammanatomie

Umriss rund oder oval. Leitbündel diffus verteilt. Epidermiszellen nicht verholzt.

Beschreibung (Englisch)

Culm-diameter 0.5-1 mm, wall very large, radius of culm in relation to wall thickness approximately 1:0.75. Outline circular with a smooth surface. Center hollow and surrounded by many large thin-walled, not lignified cells. Without cortex/cylinder separation. Epidermis smooth. Epidermis cells thick-walled all around. Guard cells with externally acute ledge. Difficult to recognize. Large vascular bundles arranged in one peripheral row. Chlorenchyma present, continuous peripheral belt with unlignified round cells (like a large cortex). Sclerenchyma belt absent but sometimes with a belt of unlignified cells. Vascular bundles concentric, phloem in the center. Sheath around vascular bundles absent or not lignified. Vessel arrangement irregularly grouped or distributed.

Verbreitungskarte

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Vor und nach Stichjahr

Erweitert

Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus Atlas Welten & Sutter (1982) und Nachträge (1984, 1994), seither nicht bestätigt
Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / Verwilder / Subspontan
Unsicher / Fraglich

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als gewähltem Schwellenwert
Mehr als (oder gleich) gewähltem Schwellenwert

Standort und Verbreitung in der Schweiz

GR, VS, vereinzelt AN

Verbreitung global

Arktisch-alpin

Ökologie

Lebensform

Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum

Lebensraum © Delarze & al. 2015

Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art 2.2.5 - Schwemmufervegetation alpiner Wildbäche (Caricion bicolori-atrofuscae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt
Charakterart Charakterart
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach © Landolt & al. (2010)

Bodenfaktoren Klimafaktoren Salztoleranz
Feuchtezahl F 3+w+ Lichtzahl L 4 Salzzeichen --
Reaktionszahl R 3 Temperaturzahl T 1+
Nährstoffzahl N 2 Kontinentalitätszahl K 3
  • Legende zu den Zeigerwerten
    Feuchtezahl F
    1sehr trocken
    1+trocken
    2mässig trocken
    2+frisch
    3mässig feucht
    3+feucht
    4sehr feucht
    4+nass
    5überschwemmt, bzw. unter Wasser
    fim Bereich von fliessendem Bodenwasser
    uin der Regel im Wasser untergetaucht
    vmit untergetauchten und schwimmenden Organen
    wFeuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
    w+Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)
    Reaktionszahl R
    1stark sauer (pH 2.5-5.5)
    2sauer (pH 3.5-6.5)
    3schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
    4neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
    5basisch (pH 6.5->8.5)
    Nährstoffzahl N
    1sehr nährstoffarm
    2nährstoffarm
    3mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
    4nährstoffreich
    5sehr nährstoffreich bis überdüngt
    Salztoleranz
    1salztolerant
    3salzabhängig
    Lichtzahl L
    1sehr schattig
    2schattig
    3halbschattig
    4hell
    5sehr hell
    Temperaturzahl T
    1alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
    1+unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
    2subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
    2+unter-subalpin und ober-montan
    3montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
    3+unter-montan und ober-kollin
    4kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
    4+warm-kollin
    5sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
    Kontinentalitätszahl K
    1ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
    2subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
    3subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
    4subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
    5kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse 1 - Zusatz- oder Nebenlebensraum
Ruhiges Wasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017)

Tofieldia pusilla (Michx.) Pers.

Volksname

Deutscher Name :

Kleine Simsenlilie, Kleine Liliensimse

Nom français :

Tofieldie naine

Nome italiano :

Taiola minore

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

Relation Nom Referenzwerke No
=Tofieldia pusilla (Michx.) Pers.Checklist 2017421700
=Tofieldia pusilla (Michx.) Pers.Flora Helvetica 20012834
=Tofieldia pusilla (Michx.) Pers.Flora Helvetica 20122418
=Tofieldia pusilla (Michx.) Pers.Flora Helvetica 20182418
=Tofieldia pusilla (Michx.) Pers.Index synonymique 1996421700
=Tofieldia pusilla (Michx.) Pers.Landolt 1977619
=Tofieldia pusilla (Michx.) Pers.Landolt 1991540
=Tofieldia pusilla (Michx.) Pers.SISF/ISFS 2421700
=Tofieldia pusilla (Michx.) Pers.Welten & Sutter 19822056
= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017)
< Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten
> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status

Indigenat

Indigen
Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (© Walter & Gillett 1997) : Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN:

 Potenziell gefährdet

LC: Non menacé

Zusätzliche Informationen

Kriterien IUCN: A2c; A3c; B2b(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische Regionen Status Kriterien IUCN
Jura (JU) --
Mittelland (MP) --
Alpennordflanke (NA) ENC2a(i)
Alpensüdflanke (SA) --
Östliche Zentralalpen (EA) NTA2c; A3c; B2b(iii)
Westliche Zentralalpen (WA) VUA2c; A3c
  • Legende
    EXweltweit ausgestorben (Extinct)
    REregional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
    CR(PE)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
    CRvom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
    ENstark gefährdet (Endangered)
    VUverletzlich (Vulnerable)
    NTpotenziell gefährdet (Near Threatened)
    LCnicht gefährdet (Least Concern)

Status nationale Priorität/Verantwortung

Nationale Priorität 3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf --
Internationale Verantwortung 3 - Hoch
Überwachung Bestände --

Schutzstatus

International (Berner Konvention) Nein
NWVollständig geschützt (29.11.2005)
Schweiz --
  • Disclaimer
    InfoFlora übernimmt die Angaben über geschützte Arten mit grösstmöglicher Sorgfalt aus den jeweiligen kantonalen Gesetzestexten. Vielfach konnten aber die in Gesetzestexten aufgeführten Pflanzennamen nicht ohne taxonomische oder nomenklatorische Interpretation übernommen werden. Die genaue Bedeutung der Kategorien „vollständig geschützt“ und „teilweise geschützt“ ist je nach Kanton unterschiedlich.

    InfoFlora kann die Korrektheit und Vollständigkeit der Angaben zum Schutzstatus nicht garantieren. Im Zweifelsfall verweisen wir auf die Gesetzestexte in den jeweiligen Kantonen.

Erhalten/Fördern

Gefährdungen und Massnahmen

Zerstörung des Lebensraums (Änderung der Hydrologie, Wasserkraftanlage, Mast)


Verbot, Wasserläufe zu korrigieren, Feuchtgebiete zu entwässern oder aufzufüllen
Verbot, das Land in der Nähe der Fundstellen zu mästen
Verbot aller hydroelektrischen Entwicklungen in der Region (Entnahme, Damm)

Kleine, isolierte Vorkommen


Schutz aller Fundstellen (die Isolierung der Fundstellen macht eine Wiederbesiedlung nach einer Störung schwierig)
Regelmässiges Überprüfen der Fundstellen (evtl. mit Pflanzenpatenschaften)