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Potentilla alba L.

Weisses Fingerkraut

Art
SISF: 320700
Checklist: 1035670

Zusammenfassung

Artbeschreibung (© Flora Helvetica 2018)

Blätter 5-20(-30) cm hoch, mit langen Stielen und 5(-7)zählig gefingerten Spreiten. Teilblätter lanzettlich, 4-6mal so lang wie breit, unterseits seidig anliegend behaart, an der Spitze mit 3-7 kleinen Zähnen. Blühende Stängel die Blätter nicht überragend, nur 1-2(-5)blütig. Blüten weiss, Durchmesser 1,5-2,5 cm. Kronblätter den Kelch nur wenig überragend.

Blütezeit (© Flora Helvetica 2018)

4-6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

Magerwiesen, trockene Laubwälder, Gebüsche / kollin / TI, GR (Misox), GE, SH, nördliches ZH

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Osteuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (© Flora Helvetica 2018)

2+w+23-34+4.h.2n=28

Status

Status IUCN

 Verletzlich (VU)

Nationale Priorität

 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung

 1 - Gering

Erhalten/Fördern

Gefährdungen


Ungeeignete Pflege (mangelnde Pflege im lichten Wald, zu dichte Vegetation, zu viel Laubstreu im Frühjahr behindert die Blüte der Pflanzen)
Konkurrenz (Brombeeren, Niele, Jungbäume)
Kleine, isolierte Populationen
Ungeeignete Bewirtschaftung (Aufgabe der traditionellen Nutzung, zu frühe Mahd, Eutrophierung)
Tritt, Winterpflug (Wildschwein)

Verbreitungskarte (Atlas)

Letzte Datenaktualisierung:
Die Daten werden soweit möglich einmal pro Tag aktualisiert.

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Ab dem Stichjahr
Vor und nach dem Stichjahr

Erweitert

Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus dem Atlas Welten & Sutter (1982) und den Nachträgen (1984, 1994), seither nicht bestätigt
Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Ab dem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / verwildert / subspontan
Unsicher / Fraglich

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als der gewählte Schwellenwert
Soviel oder mehr als der gewählte Schwellenwert
Form der Symbole
Talflächen Bergflächen
reichliches oder häufiges Vorkommen
spärliches oder seltenes Vorkommen
H Angaben aus Herbarien
L Angaben aus der Literatur
Farbe der Symbole
Meldungen aus dem Atlas Welten & Sutter (1982)
Vorkommen aus den Nachträgen 1984
Vorkommen aus den Nachträgen 1994

Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

TI, GR (Misox), GE, SH, nördliches ZH

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Osteuropäisch

Ökologie

Lebensform

Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum

Lebensraum © Delarze & al. 2015

fett
Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt
Charakterart
Charakterart
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach © Landolt & al. (2010)

Bodenfaktoren Klimafaktoren Salztoleranz
Feuchtezahl F 2+w+ Lichtzahl L 3 Salzzeichen
Reaktionszahl R 2 Temperaturzahl T 4+
Nährstoffzahl N 3 Kontinentalitätszahl K 4
Legende zu den Zeigerwerten

Feuchtezahl F

1
sehr trocken
1+
trocken
2
mässig trocken
2+
frisch
3
mässig feucht
3+
feucht
4
sehr feucht
4+
nass
5
überschwemmt, bzw. unter Wasser
f
im Bereich von fliessendem Bodenwasser
u
in der Regel im Wasser untergetaucht
v
mit untergetauchten und schwimmenden Organen
w
Feuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
w+
Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)

Reaktionszahl R

1
stark sauer (pH 2.5-5.5)
2
sauer (pH 3.5-6.5)
3
schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
4
neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
5
basisch (pH 6.5->8.5)

Nährstoffzahl N

1
sehr nährstoffarm
2
nährstoffarm
3
mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
4
nährstoffreich
5
sehr nährstoffreich bis überdüngt

Salztoleranz

1
salztolerant
3
salzabhängig

Lichtzahl L

1
sehr schattig
2
schattig
3
halbschattig
4
hell
5
sehr hell

Temperaturzahl T

1
alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
1+
unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
2
subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
2+
unter-subalpin und ober-montan
3
montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
3+
unter-montan und ober-kollin
4
kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
4+
warm-kollin
5
sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)

Kontinentalitätszahl K

1
ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
2
subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
3
subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
4
subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
5
kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse 0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017)

Potentilla alba L.

Volksname

Deutscher Name:
Weisses Fingerkraut
Nom français:
Potentille blanche
Nome italiano:
Cinquefoglie bianca

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

Beziehung Name eingeben Referenzwerke Nr.
=Potentilla alba L.Checklist 2017320700
=Potentilla alba L.Flora alpina 200463.13.37
=Potentilla alba L.Flora Helvetica 2001940
=Potentilla alba L.Flora Helvetica 2012416
=Potentilla alba L.Flora Helvetica 2018416
=Potentilla alba L.Index synonymique 1996320700
=Potentilla alba L.Landolt 19771576
=Potentilla alba L.Landolt 19911316
=Potentilla alba L.SISF/ISFS 2320700
=Potentilla alba L.Welten & Sutter 1982737
=
Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017)
<
Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten
>
Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status

Indigenat

Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (© Walter & Gillett 1997):   Nein

Status Rote Liste national

Status IUCN: Verletzlich

Verletzlich

Zusätzliche Informationen

Kriterien IUCN: C1; C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische Regionen Status IUCN Kriterien IUCN
Jura (JU) CR(PE)
Mittelland (MP) END
Alpennordflanke (NA)
Alpensüdflanke (SA) VUC1; C2a(i)
Östliche Zentralalpen (EA) RE
Westliche Zentralalpen (WA)
Legende
EX
weltweit ausgestorben (Extinct)
RE
regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
CR(PE)
verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
CR
vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
EN
stark gefährdet (Endangered)
VU
verletzlich (Vulnerable)
NT
potenziell gefährdet (Near Threatened)
LC
nicht gefährdet (Least Concern)
DD
ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
NE
nicht beurteilt (Not Evaluated)
NA
nicht anwendbar (Not Applicable)

Status nationale Priorität/Verantwortung

Handlungsebene LF (+GL) - Spezifische Lebensraumförderung
Hinweise zur Handlungsebene 1 - Nationaler Aktionsplan bestehend
Bestandsüberwachung 2 - genügend
Internationale Verantwortung der Schweiz 4 - Verantwortung
Dringlichkeit 3 - wünschbar und sinnvoll
Sicherung Einzelvorkommen

Schutzstatus

International (Berner Konvention) Nein
GEVollständig geschützt (25.07.2007)
SHVollständig geschützt (06.03.1979)
Schweiz
TGVollständig geschützt (01.07.2023)
Disclaimer
InfoFlora übernimmt die Angaben über geschützte Arten mit grösstmöglicher Sorgfalt aus den jeweiligen kantonalen Gesetzestexten. Vielfach konnten aber die in Gesetzestexten aufgeführten Pflanzennamen nicht ohne taxonomische oder nomenklatorische Interpretation übernommen werden. Die genaue Bedeutung der Kategorien „vollständig geschützt“ und „teilweise geschützt“ ist je nach Kanton unterschiedlich.

InfoFlora kann die Korrektheit und Vollständigkeit der Angaben zum Schutzstatus nicht garantieren. Im Zweifelsfall verweisen wir auf die Gesetzestexte in den jeweiligen Kantonen.

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft: Z - Zielart weitere Informationen
Umweltziele für die Waldbewirtschaftung: Z - Zielart weitere Informationen

Crop Wild Relatives

Crop Wild Relative-Art

Erhalten/Fördern

Gefährdungen und Massnahmen

Ungeeignete Pflege (mangelnde Pflege im lichten Wald, zu dichte Vegetation, zu viel Laubstreu im Frühjahr behindert die Blüte der Pflanzen)


Jährliche Mahd im lichten Wald gewährleisten (Mahd früh oder spät im Jahr)
Laubstreu rechen im Frühjahr

Konkurrenz (Brombeeren, Niele, Jungbäume)


Jäten der Problempflanzen

Kleine, isolierte Populationen


Ex-situ Vermehrung von indigenem Material und Wiederansiedlung an ursprünglichen (oder potentiellen) Fundstellen, Verstärkung bestehender Populationen (Anpflanzung oder Ansaat)

Ungeeignete Bewirtschaftung (Aufgabe der traditionellen Nutzung, zu frühe Mahd, Eutrophierung)


Schonung der Art vor Mahd durch Markierung, bei Bedarf Einzäunung
Pflanzen kleinräumig freistellen
Offenen Boden erhalten
Verringern der landwirtschaftlichen Betriebsmittel

Tritt, Winterpflug (Wildschwein)


Zäune aufstellen und einmal pro Jahr mähen (an den Kanton Genf angepasste Massnahme)

Ex situ Material

In-situ Massnahmen

Mehr Informationen

Verein Biodivers, 2014: Artenförderung Campanula cervicariaFachstelle Naturschutz Kt. Zürich & Topos, 2019: Anleitung zur Kultivierung Potentilla alba