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Potamogeton nodosus Poir.

Flutendes Laichkraut

Art
ISFS : 319300
Checklist : 1035560

Zusammenfassung

Artbeschreibung (© Flora Helvetica 2018)

Ähnlich wie P. natans, aber untergetauchte Blätter lange bleibend, lanzettlich, bis 20 cm lang, in einen Blattstiel verschmälert. Auch die Schwimmblätter bis 20 cm lang, in den Stiel verschmälert oder gerundet, nie herzförmig, stets flach, ohne helles «Gelenk» am Blattstielansatz. Früchte 3-3,5 mm lang, scharf gekielt.

Blütezeit (© Flora Helvetica 2018)

7-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

Meist fliessende, nährstoffreiche Gewässer / kollin / M, J, TI, selten AN

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Weltweit verbreitet

Ökologische Zeigerwerte (© Landolt & al. 2010)

5vf43-442.a.2n=52

Status

Status IUCN

 Verletzlich

Nationale Priorität

 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung

 1 - Gering

Erhalten/Fördern

Gefährdungen


Sukzession, Verschilfung
intensive Grabenpflege
Eutrophierung, Gewässerverschmutzung
Beschattung
Unbeabsichtigte Zerstörung

Anatomie

Zusammenfassung der Stammanatomie

Umriss rund oder oval. Leitbündel diffus verteilt. Grosse runde oder ovale Intercellularen. Epidermiszellen nicht verholzt.

Beschreibung (Englisch)

Culm-diameter 2-5 mm, center full, radius of culm in relation to wall thickness 1:1. Outline circular with a smooth surface. Epidermis smooth. Epidermis cells thin-walled all around. Epidermis thin-, peripheral thicker-walled (lignified). Endodermis cells u-shaped, thick walled. Chlorenchyma present, continuous peripheral belt with unlignified round cells (like a large cortex). One vascular bundle in the center. Small or rudimentary vascular bundles mainly at the periphery. Vessels in vascular bundles around the phloem not to recognize in normal light. Cavities (intercellulars) between parenchyma-cells net-like (honeycomb). Cavities in form of canals, often surrounded by epithelian cells.

Verbreitungskarte

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Vor und nach Stichjahr

Erweitert

Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus Atlas Welten & Sutter (1982) und Nachträge (1984, 1994), seither nicht bestätigt
Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / Verwilder / Subspontan
Unsicher / Fraglich

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als gewähltem Schwellenwert
Mehr als (oder gleich) gewähltem Schwellenwert

Standort und Verbreitung in der Schweiz

M, J, TI, selten AN

Verbreitung global

Weltweit verbreitet

Ökologie

Lebensform

Hydrophyt

Lebensraum

Lebensraum © Delarze & al. 2015

Charakterart 1.2.1 - Brachsmen- und Barbenregion (Epipotamon) (Ranunculion fluitantis)
Charakterart 1.2.2 - Äschenregion (Hyporhithron) (Fontinalidion antipyreticae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt
Charakterart Charakterart
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach © Landolt & al. (2010)

Bodenfaktoren Klimafaktoren Salztoleranz
Feuchtezahl F 5vf Lichtzahl L 4 Salzzeichen --
Reaktionszahl R 4 Temperaturzahl T 4
Nährstoffzahl N 3 Kontinentalitätszahl K 2
  • Legende zu den Zeigerwerten
    Feuchtezahl F
    1sehr trocken
    1+trocken
    2mässig trocken
    2+frisch
    3mässig feucht
    3+feucht
    4sehr feucht
    4+nass
    5überschwemmt, bzw. unter Wasser
    fim Bereich von fliessendem Bodenwasser
    uin der Regel im Wasser untergetaucht
    vmit untergetauchten und schwimmenden Organen
    wFeuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
    w+Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)
    Reaktionszahl R
    1stark sauer (pH 2.5-5.5)
    2sauer (pH 3.5-6.5)
    3schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
    4neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
    5basisch (pH 6.5->8.5)
    Nährstoffzahl N
    1sehr nährstoffarm
    2nährstoffarm
    3mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
    4nährstoffreich
    5sehr nährstoffreich bis überdüngt
    Salztoleranz
    1salztolerant
    3salzabhängig
    Lichtzahl L
    1sehr schattig
    2schattig
    3halbschattig
    4hell
    5sehr hell
    Temperaturzahl T
    1alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
    1+unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
    2subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
    2+unter-subalpin und ober-montan
    3montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
    3+unter-montan und ober-kollin
    4kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
    4+warm-kollin
    5sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
    Kontinentalitätszahl K
    1ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
    2subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
    3subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
    4subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
    5kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse 2 - Schwerpunktlebensraum
Ruhiges Wasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017)

Potamogeton nodosus Poir.

Volksname

Deutscher Name :

Flutendes Laichkraut

Nom français :

Potamot noueux

Nome italiano :

Brasca nodosa

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

Relation Nom Referenzwerke No
=Potamogeton nodosus Poir.Checklist 2017319300
=Potamogeton nodosus Poir.Flora Helvetica 20012395
=Potamogeton nodosus Poir.Flora Helvetica 20122387
=Potamogeton nodosus Poir.Flora Helvetica 20182387
=Potamogeton nodosus Poir.Index synonymique 1996319300
=Potamogeton nodosus Poir.Landolt 1977118
=Potamogeton nodosus Poir.Landolt 1991109
=Potamogeton nodosus Poir.SISF/ISFS 2319300
=Potamogeton nodosus Poir.Welten & Sutter 19822033
= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017)
< Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten
> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status

Indigenat

Indigen
Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (© Walter & Gillett 1997) : Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN:

 Verletzlich

LC: Non menacé

Zusätzliche Informationen

Kriterien IUCN: A2c

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische Regionen Status Kriterien IUCN
Jura (JU) VUA2c
Mittelland (MP) VUA2c
Alpennordflanke (NA) VUA2c
Alpensüdflanke (SA) VUD2
Östliche Zentralalpen (EA) DD
Westliche Zentralalpen (WA) VUD2
  • Legende
    EXweltweit ausgestorben (Extinct)
    REregional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
    CR(PE)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
    CRvom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
    ENstark gefährdet (Endangered)
    VUverletzlich (Vulnerable)
    NTpotenziell gefährdet (Near Threatened)
    LCnicht gefährdet (Least Concern)

Status nationale Priorität/Verantwortung

Nationale Priorität 4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf 1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung 1 - Gering
Überwachung Bestände 1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention) Nein
TGVollständig geschützt (01.01.2018)
Schweiz --
VDVollständig geschützt (02.03.2005)
  • Disclaimer
    InfoFlora übernimmt die Angaben über geschützte Arten mit grösstmöglicher Sorgfalt aus den jeweiligen kantonalen Gesetzestexten. Vielfach konnten aber die in Gesetzestexten aufgeführten Pflanzennamen nicht ohne taxonomische oder nomenklatorische Interpretation übernommen werden. Die genaue Bedeutung der Kategorien „vollständig geschützt“ und „teilweise geschützt“ ist je nach Kanton unterschiedlich.

    InfoFlora kann die Korrektheit und Vollständigkeit der Angaben zum Schutzstatus nicht garantieren. Im Zweifelsfall verweisen wir auf die Gesetzestexte in den jeweiligen Kantonen.

Erhalten/Fördern

Gefährdungen und Massnahmen

Sukzession, Verschilfung


Periodisch neue geeignete Wasserflächen schaffen, evtl. periodisch Teile der Gräben/Giessen ausbaggern

intensive Grabenpflege


Grabenpflege abschnittsweise durchführen, nicht zu grosse Abschnitte festlegen

Eutrophierung, Gewässerverschmutzung


Stoffeintrag reduzieren
Gewässerschutzgesetz umsetzen
Pufferzonen gegenüber Landwirtschaft einrichten

Beschattung


Ufer gezielt, auslichten, keine zu starke Beschattung zulassen

Unbeabsichtigte Zerstörung


Regelmässiges Monitoring der bekannten Vorkommen
Suche an Stellen, wo die Art ehemals bekannt war
Allgemeine Erfassung der unterkartierten Wasserpflanzenflora

Mehr Informationen

D. Jäger, 2013: Rote Liste gefährdeter Wasserpflanzen Vorarlbergs. Inatura Erlebnis Naturschau Rote Listen 6. 200 S.