Paradisea liliastrum (L.) Bertol.

Familie: Asparagaceae * (Liliaceae p.p.)

Status: Gültiger Name [A]

Weisse Trichterlilie
Paradisie, Paradisia

Angaben aus der Flora Helvetica

Artbeschreibung
30–50 cm hoch. Alle Blätter grundständig, lineal, 2–8 mm breit und bis 25 cm lang. Blütenstand eine 2–5(–10)blütige einseitswendige Traube. Tragblätter länger als die Blütenstiele. Blüten weiss, trichterförmig, 3–5 cm lang. Perigon- und Staubblätter je 6, Griffel 1, mit deutlich verdickter Narbe. Frucht eine lederige, 3fächerige, vielsamige, 13–15 mm lange Kapsel.

Blütezeit
6–7

Standort und Verbreitung in der Schweiz
Bergwiesen ; montan-subalpin(-alpin) ; A, JS (Dôle)

Allgemeine Verbreitung
Mittel- und südwesteuropäisch

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)
B.333-423.h. 2n=16.

Paradisea liliastrum (L.) Bertol., © Konrad Lauber Paradisea liliastrum (L.) Bertol., © Beat Bäumler Paradisea liliastrum (L.) Bertol., © Beat Bäumler
Legendenauswahl
Kartenauswahl (Atlastyp)

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Vor und nach Stichjahr

Erweitert

Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / Verwilder / Subspontan
Unsicher / Fraglich
Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus Atlas Welten & Sutter (1982) und Nachträge (1984, 1994), seither nicht bestätigt

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als gewähltem Schwellenwert
Mehr als (oder gleich) gewähltem Schwellenwert
    Paradisea liliastrum (L.) Bertol., © Konrad Lauber Paradisea liliastrum (L.) Bertol., © Beat Bäumler Paradisea liliastrum (L.) Bertol., © Beat Bäumler Paradisea liliastrum (L.) Bertol., © Beat Bäumler Paradisea liliastrum (L.) Bertol., © Beat Bäumler Paradisea liliastrum (L.) Bertol., © Beat Bäumler Paradisea liliastrum (L.) Bertol., © H.-P. Wyss Paradisea liliastrum (L.) Bertol., © Adrian Möhl
Deutscher Name Nom français Nome italiano
Volksname Weisse Trichterlilie
Trichterlilie
Paradisie
Lis des Alpes
Paradisie faux lis
Paradisia

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerke No
Synonymie-Index 2005 A 292100 
Synonymie-Index 1996 A 292100 
Flora Helvetica 2012 A 2448
Flora Helvetica 2001 A 2847
Binz français 1994 A
Landolt 1991 A 551
Binz deutsch 1990 A
Welten & Sutter 1982 A 2063
Hess & Landolt 1980 A
Landolt 1977 A 630
Synonyme
(A) Gültiger Name • (I) In Taxon eingeschlossen • (S) Synonym • (C) Name, welcher mehrere Taxa zusammenfasst • (N) Name in Bearbeitung

Status nationale Priorität/Verantwortung

Nationale Priorität K - Keine nationale Priorität
Massnahmenbedarf -
Internationale Verantwortung K - Keine
Überwachung Bestände -
Endemismusgrad 3 - 10^4-10^5 km². Referezfläche: Westalpen, Schweiz, Bayern.

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN Zusätzliche Informationen
LC: Nicht gefährdet
Nicht gefährdet
Kriterien IUCN -
  • Legende
    EXweltweit ausgestorben (Extinct)
    REregional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
    CR(PE)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
    CRvom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
    ENstark gefährdet (Endangered)
    VUverletzlich (Vulnerable)
    NTpotenziell gefährdet (Near Threatened)
    LCnicht gefährdet (Least Concern)

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (Walter & Gillett 1997)


Schutzstatus

International (Berner Konvention)
Schweiz Vollständig geschützt (01.08.2000)
Aargau
Appenzell Innerrh.
Appenzell Ausserrh.
Bern Vollständig geschützt (10.11.1993)
Basel-Land
Basel-Stadt
Freiburg Vollständig geschützt (12.03.1973)
Genf
Glarus Vollständig geschützt (28.04.1997)
Graubünden Vollständig geschützt (08.06.1975)
Jura
Luzern
Neuenburg
Nidwalden
Obwalden Vollständig geschützt (18.12.1990)
St. Gallen Vollständig geschützt (17.06.1975)
Schaffhausen
Solothurn
Schwyz
Thurgau
Tessin
Uri
Waadt Vollständig geschützt (02.03.2005)
Wallis
Zürich
Zug
Lebensraum Delarze & al. 2015
4.3.3 Rostseggenhalde (Caricion ferruginae) Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
4.3.6 Buntschwingelhalde (Festucion variae) Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Dominante Art, welche das Aussehen
des Lebensraumes mitprägt (Fett)
Charakterart =Charakterart / Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art = Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Allgemeine Ökologie
Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)
Bodenfaktoren Salztoleranz Klimafaktoren
Feuchtezahl F 3 Salzzeichen Lichtzahl L 4
Reaktionszahl R 3 Temperaturzahl T 2
Nährstoffzahl N 3 Kontinentalitätszahl K 3
  • Legende zu den Zeigerwerten
    Feuchtezahl F
    1sehr trocken
    1+trocken
    2mässig trocken
    2+frisch
    3mässig feucht
    3+feucht
    4sehr feucht
    4+nass
    5überschwemmt, bzw. unter Wasser
    ^im Bereich von fliessendem Bodenwasser
    Uin der Regel im Wasser untergetaucht
    Vmit untergetauchten und schwimmenden Organen
    wFeuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
    w+Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)
    Reaktionszahl R
    1stark sauer (pH 2.5-5.5)
    2sauer (pH 3.5-6.5)
    3schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
    4neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
    5basisch (pH 6.5->8.5)
    Nährstoffzahl N
    1sehr nährstoffarm
    2nährstoffarm
    3mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
    4nährstoffreich
    5sehr nährstoffreich bis überdüngt
    Salztoleranz
    1salztolerant
    3salzabhängig
    Lichtzahl L
    1sehr schattig
    2schattig
    3halbschattig
    4hell
    5sehr hell
    Temperaturzahl T
    1alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
    1+unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
    2subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
    2+unter-subalpin und ober-montan
    3montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
    3+unter-montan und ober-kollin
    4kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
    4+warm-kollin
    5sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
    Kontinentalitätszahl K
    1ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
    2subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
    3subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
    4subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
    5kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)