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Nuphar pumila (Timm) DC.

Kleine Teichrose

Art
SISF: 272400
Checklist: 1030450

Zusammenfassung

Artbeschreibung (© Flora Helvetica 2018)

Ähnlich wie N. lutea, aber Blätter nur 5-10(-13) cm lang, mit 11-18 Seitennerven pro Seite (bei N. lutea mit 23-28). Blattstiel im oberen Teil 2kantig (bei N. lutea 3kantig). Blütendurchmesser nur 2-3 cm (bei N. lutea 3-5 cm), Kronblätter aussen oft grün, Narbe am Rand fein sternförmig gezähnt, mit 8-10(-14) radiären, braunen Streifen, die den Rand erreichen (bei N. lutea den Rand nicht ganz erreichend).

Blütezeit (© Flora Helvetica 2018)

7-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

Stehende, 0,5-3 m tiefe, nährstoffarme Gewässer / (kollin-)montan(-subalpin) / FR, ZG, ZH, SG

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Eurosibirisch

Ökologische Zeigerwerte (© Flora Helvetica 2018)

5v32+432.a.2n=34

Status

Status IUCN

 Stark gefährdet (EN)

Nationale Priorität

 1 - Sehr hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung

 3 - Hoch

Erhalten/Fördern

Gefährdungen


Eutrophierung (Landwirtschaft, Fischerei mit Fütterung und Kalkdüngung)
Loslösung vom Substrat durch Freizeitaktivitäten (Boots-, Badebetrieb, Angeln, Surfen)
Wasserverschmutzung
Zerstörung des Lebensraums (Entwässerung, Trockenlegung oder Aufstau)
Verlandung, Sukzession
Sammeln
Kleine isolierte Vorkommen
Gefahr von Hybridisierung mit Nuphar lutea

Verbreitungskarte (Atlas)

Letzte Datenaktualisierung:
Die Daten werden soweit möglich einmal pro Tag aktualisiert.

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Ab dem Stichjahr
Vor und nach dem Stichjahr

Erweitert

Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus dem Atlas Welten & Sutter (1982) und den Nachträgen (1984, 1994), seither nicht bestätigt
Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Ab dem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / verwildert / subspontan
Unsicher / Fraglich

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als der gewählte Schwellenwert
Soviel oder mehr als der gewählte Schwellenwert
Form der Symbole
Talflächen Bergflächen
reichliches oder häufiges Vorkommen
spärliches oder seltenes Vorkommen
H Angaben aus Herbarien
L Angaben aus der Literatur
Farbe der Symbole
Meldungen aus dem Atlas Welten & Sutter (1982)
Vorkommen aus den Nachträgen 1984
Vorkommen aus den Nachträgen 1994

Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

FR, ZG, ZH, SG

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Eurosibirisch

Ökologie

Lebensform

Hydrophyt

Lebensraum

Lebensraum © Delarze & al. 2015

fett
Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt
Charakterart
Charakterart
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach © Landolt & al. (2010)

Bodenfaktoren Klimafaktoren Salztoleranz
Feuchtezahl F 5v Lichtzahl L 4 Salzzeichen 1
Reaktionszahl R 3 Temperaturzahl T 3
Nährstoffzahl N 2 Kontinentalitätszahl K 2
Legende zu den Zeigerwerten

Feuchtezahl F

1
sehr trocken
1+
trocken
2
mässig trocken
2+
frisch
3
mässig feucht
3+
feucht
4
sehr feucht
4+
nass
5
überschwemmt, bzw. unter Wasser
f
im Bereich von fliessendem Bodenwasser
u
in der Regel im Wasser untergetaucht
v
mit untergetauchten und schwimmenden Organen
w
Feuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
w+
Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)

Reaktionszahl R

1
stark sauer (pH 2.5-5.5)
2
sauer (pH 3.5-6.5)
3
schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
4
neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
5
basisch (pH 6.5->8.5)

Nährstoffzahl N

1
sehr nährstoffarm
2
nährstoffarm
3
mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
4
nährstoffreich
5
sehr nährstoffreich bis überdüngt

Salztoleranz

1
salztolerant
3
salzabhängig

Lichtzahl L

1
sehr schattig
2
schattig
3
halbschattig
4
hell
5
sehr hell

Temperaturzahl T

1
alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
1+
unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
2
subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
2+
unter-subalpin und ober-montan
3
montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
3+
unter-montan und ober-kollin
4
kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
4+
warm-kollin
5
sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)

Kontinentalitätszahl K

1
ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
2
subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
3
subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
4
subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
5
kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse 0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser 2 - Schwerpunktlebensraum
Grundwasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017)

Nuphar pumila (Timm) DC.

Volksname

Deutscher Name:
Kleine Teichrose
Nom français:
Nénuphar nain
Nome italiano:
Ninfea minore

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

Beziehung Name eingeben Referenzwerke Nr.
=Nuphar pumila (Timm) DC.Checklist 2017272400
=Nuphar pumila (Timm) DC.Flora alpina 200417.2.2
=Nuphar pumila (Timm) DC.Flora Helvetica 2001112
=Nuphar pumila (Timm) DC.Flora Helvetica 2012108
=Nuphar pumila (Timm) DC.Flora Helvetica 2018108
=Nuphar pumila (Timm) DC.Index synonymique 1996272400
=Nuphar pumila (Timm) DC.Landolt 1991946
=Nuphar pumila (Timm) DC.SISF/ISFS 2272400
=Nuphar pumila (Timm) DC.Welten & Sutter 1982345
=
Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017)
<
Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten
>
Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status

Indigenat

Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (© Walter & Gillett 1997):   Nein

Status Rote Liste national

Status IUCN: Stark gefährdet

Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen

Kriterien IUCN: A3ce

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische Regionen Status IUCN Kriterien IUCN
Jura (JU)
Mittelland (MP) ENA3ce
Alpennordflanke (NA) ENA3ce
Alpensüdflanke (SA)
Östliche Zentralalpen (EA)
Westliche Zentralalpen (WA)
Legende
EX
weltweit ausgestorben (Extinct)
RE
regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
CR(PE)
verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
CR
vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
EN
stark gefährdet (Endangered)
VU
verletzlich (Vulnerable)
NT
potenziell gefährdet (Near Threatened)
LC
nicht gefährdet (Least Concern)
DD
ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
NE
nicht beurteilt (Not Evaluated)
NA
nicht anwendbar (Not Applicable)

Status nationale Priorität/Verantwortung

Handlungsebene AF (+LF +GL) - spezifische Artenförderung
Hinweise zur Handlungsebene
Bestandsüberwachung 1 - ungenügend
Internationale Verantwortung der Schweiz 2 - Sehr hohe Verantwortung
Dringlichkeit 2 - notwendig und wichtig
Sicherung Einzelvorkommen

Schutzstatus

International (Berner Konvention) Nein
SZVollständig geschützt (24.09.1992)
ZGVollständig geschützt (01.10.2013)
Schweiz Vollständig geschützt
ZHVollständig geschützt (03.12.1964)
FRVollständig geschützt (01.07.2014)
Disclaimer
InfoFlora übernimmt die Angaben über geschützte Arten mit grösstmöglicher Sorgfalt aus den jeweiligen kantonalen Gesetzestexten. Vielfach konnten aber die in Gesetzestexten aufgeführten Pflanzennamen nicht ohne taxonomische oder nomenklatorische Interpretation übernommen werden. Die genaue Bedeutung der Kategorien „vollständig geschützt“ und „teilweise geschützt“ ist je nach Kanton unterschiedlich.

InfoFlora kann die Korrektheit und Vollständigkeit der Angaben zum Schutzstatus nicht garantieren. Im Zweifelsfall verweisen wir auf die Gesetzestexte in den jeweiligen Kantonen.

Crop Wild Relatives

Crop Wild Relative-Art

Erhalten/Fördern

Gefährdungen und Massnahmen

Eutrophierung (Landwirtschaft, Fischerei mit Fütterung und Kalkdüngung)


Genügend grosse Pufferzonen
Keine Fütterung und Kalkdüngung für die Fischerei
Massnahmen zur Reduktion des Nährstoffgehalts in den Seen weiterführen

Loslösung vom Substrat durch Freizeitaktivitäten (Boots-, Badebetrieb, Angeln, Surfen)


Schutzzonen schaffen
Evtl. Boots- und Surfverbot

Wasserverschmutzung


Wasserverschmutzung verhindern

Zerstörung des Lebensraums (Entwässerung, Trockenlegung oder Aufstau)


Keine negativen Veränderungen

Verlandung, Sukzession


Pflegemassnahmen (partiell Konkurrenten entfernen, z.B. Nuphar lutea)

Sammeln


Hinweistafeln zum Schutz, evtl. absperren

Kleine isolierte Vorkommen


Schutz aller Fundstellen (z.B. mit Mikroreservaten)
Regelmässige Bestandeskontrollen
Verstärkung bestehender Populationen, Ansiedlung neuer Populationen (nach Zwischenvermehrung)
Wiederansiedlungen regelmässig prüfen
Förderung und Unterstützung der Erhaltung von reinen Genotyp-Populationen von Nuphar pumila
Höher gelegene Ersatzbiotope schaffen (ZH)
Erfolgskontrolle der Massnahmen gewährleisten

Gefahr von Hybridisierung mit Nuphar lutea


Nuphar lutea und Hybrid vom Wuchsort entfernen

Ex situ Material

In-situ Massnahmen

Mehr Informationen

Merkblatt ArtenschutzA. Mikolajczak et Y. Ferrez, 2005: Connaissance de la flore rare ou menacée de Franche-Comté, Nuphar pumila (Timm) DC., Conservatoire Botanique de Franche-Comté, 14 p.H. Wildermuth, 2016: Erhaltung und Förderung gefährdeter Wasserpflanzen in den Mooren der Drumlinlandschaft Zürcher Oberland (Schweiz)S. Eggenberg & A. Keel, 2004: Aktionsplan Nuphar pumilaS. Keller et al, 2020: Determination of habitat requirements of the glacial relict Nuphar pumila as basis for successful (re-)introductionsFachstelle Naturschutz Kt. Zürich & Topos, 2020: Anleitung zur Kultivierung Nuphar pumila