Schließen

Ephedra helvetica C. A. Mey.

Schweizer Meerträubchen

Art
SISF: 147000
Checklist: 1016500

Zusammenfassung

Artbeschreibung (© Flora Helvetica 2018)

20-50(-100) cm hohes, besenartiges Sträuchlein mit grünen Zweigen und schuppenartigen, 2-3 mm langen, gegenständigen und scheidig verwachsenen Blättern. Zweihäusig. Männliche Blüten zu 8-16 in einem Knäuel, weibliche zu 2, von schuppenartigen Hochblättern umgeben, die sich zu einer roten Scheinbeere entwickeln.

Blütezeit (© Flora Helvetica 2018)

4-5

Standort und Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

Felsenheiden, Mauern / kollin-montan / VS (mittleres Rhonetal)

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Westalpin

Ökologische Zeigerwerte (© Flora Helvetica 2018)

152-54+5.c.2n=28,36

Status

Status IUCN

 Verletzlich (VU)

Nationale Priorität

 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung

 3 - Hoch

Erhalten/Fördern

Gefährdungen


Wenige, isolierte Vorkommen
Verlust des Lebensraums (Umwandlung in Rebparzellen)
Herbizide
Zerstörung des Lebensraums (Tritt, Lagerplätze (Rebmaterial, Werkzeuge), Verbrennung von Rebmaterial, Bautätigkeit)
Konkurrenz (v.a. Juniperus sabina)

Verbreitungskarte (Atlas)

Letzte Datenaktualisierung:
Die Daten werden soweit möglich einmal pro Tag aktualisiert.

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Ab dem Stichjahr
Vor und nach dem Stichjahr

Erweitert

Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus dem Atlas Welten & Sutter (1982) und den Nachträgen (1984, 1994), seither nicht bestätigt
Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Ab dem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / verwildert / subspontan
Unsicher / Fraglich

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als der gewählte Schwellenwert
Soviel oder mehr als der gewählte Schwellenwert
Form der Symbole
Talflächen Bergflächen
reichliches oder häufiges Vorkommen
spärliches oder seltenes Vorkommen
H Angaben aus Herbarien
L Angaben aus der Literatur
Farbe der Symbole
Meldungen aus dem Atlas Welten & Sutter (1982)
Vorkommen aus den Nachträgen 1984
Vorkommen aus den Nachträgen 1994

Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

VS (mittleres Rhonetal)

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Westalpin

Ökologie

Lebensform

Krautiger Chamaephyt

Lebensraum

Lebensraum © Delarze & al. 2015

fett
Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt
Charakterart
Charakterart
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach © Landolt & al. (2010)

Bodenfaktoren Klimafaktoren Salztoleranz
Feuchtezahl F 1 Lichtzahl L 5 Salzzeichen
Reaktionszahl R 5 Temperaturzahl T 4+
Nährstoffzahl N 2 Kontinentalitätszahl K 5
Legende zu den Zeigerwerten

Feuchtezahl F

1
sehr trocken
1+
trocken
2
mässig trocken
2+
frisch
3
mässig feucht
3+
feucht
4
sehr feucht
4+
nass
5
überschwemmt, bzw. unter Wasser
f
im Bereich von fliessendem Bodenwasser
u
in der Regel im Wasser untergetaucht
v
mit untergetauchten und schwimmenden Organen
w
Feuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
w+
Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)

Reaktionszahl R

1
stark sauer (pH 2.5-5.5)
2
sauer (pH 3.5-6.5)
3
schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
4
neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
5
basisch (pH 6.5->8.5)

Nährstoffzahl N

1
sehr nährstoffarm
2
nährstoffarm
3
mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
4
nährstoffreich
5
sehr nährstoffreich bis überdüngt

Salztoleranz

1
salztolerant
3
salzabhängig

Lichtzahl L

1
sehr schattig
2
schattig
3
halbschattig
4
hell
5
sehr hell

Temperaturzahl T

1
alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
1+
unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
2
subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
2+
unter-subalpin und ober-montan
3
montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
3+
unter-montan und ober-kollin
4
kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
4+
warm-kollin
5
sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)

Kontinentalitätszahl K

1
ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
2
subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
3
subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
4
subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
5
kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse 0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017)

Ephedra helvetica C. A. Mey.

Volksname

Deutscher Name:
Schweizer Meerträubchen
Nom français:
Ephèdre de Suisse, Uvette
Nome italiano:
Efedra svizzera

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

Beziehung Name eingeben Referenzwerke Nr.
=Ephedra helvetica C. A. Mey.Checklist 2017147000
=Ephedra helvetica C. A. Mey.Flora alpina 200413.1.2
=Ephedra helvetica C. A. Mey.Flora Helvetica 2001104
=Ephedra helvetica C. A. Mey.Flora Helvetica 201285
=Ephedra helvetica C. A. Mey.Flora Helvetica 201885
=Ephedra helvetica C. A. Mey.Index synonymique 1996147000
=Ephedra helvetica C. A. Mey.Landolt 1977104
=Ephedra helvetica C. A. Mey.Landolt 199196
=Ephedra helvetica C. A. Mey.SISF/ISFS 2147000
=Ephedra helvetica C. A. Mey.Welten & Sutter 198294
=
Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017)
<
Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten
>
Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status

Indigenat

Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (© Walter & Gillett 1997):   Nein

Status Rote Liste national

Status IUCN: Verletzlich

Verletzlich

Zusätzliche Informationen

Kriterien IUCN: C2a(i); D2

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische Regionen Status IUCN Kriterien IUCN
Jura (JU)
Mittelland (MP)
Alpennordflanke (NA)
Alpensüdflanke (SA)
Östliche Zentralalpen (EA)
Westliche Zentralalpen (WA) VUC2a(i); D2
Legende
EX
weltweit ausgestorben (Extinct)
RE
regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
CR(PE)
verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
CR
vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
EN
stark gefährdet (Endangered)
VU
verletzlich (Vulnerable)
NT
potenziell gefährdet (Near Threatened)
LC
nicht gefährdet (Least Concern)
DD
ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
NE
nicht beurteilt (Not Evaluated)
NA
nicht anwendbar (Not Applicable)

Status nationale Priorität/Verantwortung

Handlungsebene LF (+GL) - Spezifische Lebensraumförderung
Hinweise zur Handlungsebene
Bestandsüberwachung 2 - genügend
Internationale Verantwortung der Schweiz 3 - Hohe Verantwortung
Dringlichkeit 3 - wünschbar und sinnvoll
Sicherung Einzelvorkommen

Schutzstatus

International (Berner Konvention) Nein
Kantonal--
Schweiz Vollständig geschützt
Disclaimer
InfoFlora übernimmt die Angaben über geschützte Arten mit grösstmöglicher Sorgfalt aus den jeweiligen kantonalen Gesetzestexten. Vielfach konnten aber die in Gesetzestexten aufgeführten Pflanzennamen nicht ohne taxonomische oder nomenklatorische Interpretation übernommen werden. Die genaue Bedeutung der Kategorien „vollständig geschützt“ und „teilweise geschützt“ ist je nach Kanton unterschiedlich.

InfoFlora kann die Korrektheit und Vollständigkeit der Angaben zum Schutzstatus nicht garantieren. Im Zweifelsfall verweisen wir auf die Gesetzestexte in den jeweiligen Kantonen.

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft: Z - Zielart weitere Informationen

Crop Wild Relatives

Crop Wild Relative-Art

Erhalten/Fördern

Gefährdungen und Massnahmen

Wenige, isolierte Vorkommen


Schutz der Fundstellen (z. B. Mikroreservate), v.a. bei den östlichsten Vorkommen (Sierre)
Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring)
Wissenschaftliche Arbeiten zur Ex-situ Vermehrung der Arten durchführen

Verlust des Lebensraums (Umwandlung in Rebparzellen)


Keine Steppen- und Trockenrasen umwandeln

Herbizide


Verzicht auf Herbizid in der Region, sonst an kritischen Stellen Herbizide wie früher von Hand ausbringen
Evtl. Ökobeiträge abschliessen

Zerstörung des Lebensraums (Tritt, Lagerplätze (Rebmaterial, Werkzeuge), Verbrennung von Rebmaterial, Bautätigkeit)


Aufgabe der Trampelpfade im Fundbereich
Keine Ablagerungen an aktuellen oder potentiellen Fundorten
Keine Feuerstellen in den Fundbereichen
Keine baulichen Maßnahmen die den Standort der Art beeinträchtigen

Konkurrenz (v.a. Juniperus sabina)


Konkurrenz beschränken
Entbuschen

Ex situ Material

Mehr Informationen

T. Wilhalm, 2007: Aktuelle Bestandsaufnahme des Meerträubels (Ephedra helvetica, Ephedraceae, Gnetales) in Südtirol, Gredleriana Vol. 7, pp. 69 - 90