Zusammenfassung

Artbeschreibung (Flora Helvetica 2018)

Ähnlich wie A. fontanum, aber Blätter überwinternd, Blattspreite nach unten nur wenig verschmälert (unterste Fiederchen noch 7-14 mm lang), Fiederchen (Abschnitte letzter Ordnung) rundlich, Zähne mit aufgesetzter Spitze, Blattstiel meist mindestens halb so lang wie die Spreite, bis über die Mitte braun oder rotbraun.

Blütezeit (Flora Helvetica 2018)

6-9

Standort und Verbreitung in der Schweiz (Flora Helvetica 2018)

Felsen und Mauern, auf Silikat / kollin-montan / TI (Brissago), VS (Fully ?)

Ökologische Zeigerwerte (Landolt & al. 2010)

222-442.h.2n=144
.

Verbreitungskarte

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Vor und nach Stichjahr

Erweitert

Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus Atlas Welten & Sutter (1982) und Nachträge (1984, 1994), seither nicht bestätigt
Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / Verwilder / Subspontan
Unsicher / Fraglich

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als gewähltem Schwellenwert
Mehr als (oder gleich) gewähltem Schwellenwert

Nomenklatur

Volksname

Deutscher Name:
Französischer Streifenfarn, Foreser Streifenfarn
Nom français:
Capillaire du Forez
Nome italiano:
Asplenio foresiaco

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

Relation Nom Referenzwerke No
=Asplenium foreziense MagnierChecklist 201750600
=Asplenium foreziense MagnierFlora Helvetica 200174
=Asplenium foreziense MagnierFlora Helvetica 201247
=Asplenium foreziense MagnierFlora Helvetica 201847
=Asplenium foreziense MagnierIndex synonymique 199650600
=Asplenium foreziense MagnierLandolt 197746
=Asplenium foreziense MagnierLandolt 199143
=Asplenium foreziense MagnierSISF/ISFS 250600
=Asplenium foreziense MagnierWelten & Sutter 198244

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017)
< Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten
> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status

Indigenat   -  Indigen

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN:   Stark gefährdet

LC: Non menacé

Zusätzliche Informationen

Kriterien IUCN: B2ab(iii)

  • Legende
    EXweltweit ausgestorben (Extinct)
    REregional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
    CR(PE)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
    CRvom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
    ENstark gefährdet (Endangered)
    VUverletzlich (Vulnerable)
    NTpotenziell gefährdet (Near Threatened)
    LCnicht gefährdet (Least Concern)

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (Walter & Gillett 1997)

Nein

Status nationale Priorität/Verantwortung

Nationale Priorität 2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf 2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung 2 - Mittel
Überwachung Bestände 1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention) Nein
TIVollständig geschützt (23.01.2013)
Schweiz --
  • Disclaimer
    InfoFlora übernimmt die Angaben über geschützte Arten mit grösstmöglicher Sorgfalt aus den jeweiligen kantonalen Gesetzestexten. Vielfach konnten aber die in Gesetzestexten aufgeführten Pflanzennamen nicht ohne taxonomische oder nomenklatorische Interpretation übernommen werden. Die genaue Bedeutung der Kategorien „vollständig geschützt“ und „teilweise geschützt“ ist je nach Kanton unterschiedlich.

    InfoFlora kann die Korrektheit und Vollständigkeit der Angaben zum Schutzstatus nicht garantieren. Im Zweifelsfall verweisen wir auf die Gesetzestexte in den jeweiligen Kantonen.

Ökologie

Lebensform

Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum

Lebensraum Delarze & al. 2015

Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art 3.4.2.2 - Silikatfelsflur (Androsacion vandellii)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt
Charakterart Charakterart
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

Bodenfaktoren Klimafaktoren Salztoleranz
Feuchtezahl F 2 Lichtzahl L 4 Salzzeichen --
Reaktionszahl R 2 Temperaturzahl T 4
Nährstoffzahl N 2 Kontinentalitätszahl K 2
  • Legende zu den Zeigerwerten
    Feuchtezahl F
    1sehr trocken
    1+trocken
    2mässig trocken
    2+frisch
    3mässig feucht
    3+feucht
    4sehr feucht
    4+nass
    5überschwemmt, bzw. unter Wasser
    ^im Bereich von fliessendem Bodenwasser
    Uin der Regel im Wasser untergetaucht
    Vmit untergetauchten und schwimmenden Organen
    wFeuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
    w+Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)
    Reaktionszahl R
    1stark sauer (pH 2.5-5.5)
    2sauer (pH 3.5-6.5)
    3schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
    4neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
    5basisch (pH 6.5->8.5)
    Nährstoffzahl N
    1sehr nährstoffarm
    2nährstoffarm
    3mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
    4nährstoffreich
    5sehr nährstoffreich bis überdüngt
    Salztoleranz
    1salztolerant
    3salzabhängig
    Lichtzahl L
    1sehr schattig
    2schattig
    3halbschattig
    4hell
    5sehr hell
    Temperaturzahl T
    1alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
    1+unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
    2subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
    2+unter-subalpin und ober-montan
    3montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
    3+unter-montan und ober-kollin
    4kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
    4+warm-kollin
    5sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
    Kontinentalitätszahl K
    1ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
    2subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
    3subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
    4subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
    5kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Gefährdungen und Massnahmen

Verunkrautung, Überwucherung durch Konkurrenzpflanzen (Efeu, Brombeeren u.a.)

Entfernen der unmittelbaren Konkurrenzpflanzen an den bestehenden Fundstellen

Wenige, isolierte Populationen

Schutz (Mikroreservate) und regelmässige Bestandeskontrollen, Dauerflächen-Beobachtung; zytogenetische Untersuchung der Population im Wallis; Erfolgskontrollen der Massnahmen gewährleisten

Intensivierung oder Aufgabe der Rebnutzung (potentielle Fundstellen)

Kein Herbizideinsatz am Rand der Rebberge; Erhaltung der bestehenden Rebflächen

Verbuschung, Beschattung der Geröllhalde (VS)

Falls nötig entbuschen und auslichten

Überbauung, Zerstörung der letzten mörtelfreien Trockenmauern, Umwandlung von Trocken- in Mörtel- und Betonmauern

Schutz und Erhaltung aller noch bestehenden Trockenmauern; Renaturierung von vermörtelten Mauern, Neuschaffung von Silikat-Trockenmauern

Sammeln, Zerstörung durch Nachlässigkeit

Orientierung der Gemeinden und Besitzer; keine öffentliche Bekanntgabe der Fundstellen

Zerfall der Trockenmauern

Schonende Pflege sowie regelmässige Instandsetzung der Trockenmauern (ohne Mörtel!)