Prioritäre Arten

Gefährdete Arten machen einen hohen Anteil unserer Flora aus (zirka 1/3 der Flora der Schweiz ist gefährdet). Daher mussten zu Beginn der damaligen Organisationen SKEW und ZDSF im Artenschutz Prioritäten gesetzt werden und zwar auf Arten, die besonders dringend Schutzmassnahmen bedürfen und auf Arten, die von internationaler Bedeutung sind.

1992 wurde von der SKEW, aufgrund der Roten Liste 1991 von E. Landolt und verschiedenen europäischen Dokumenten, eine erste prioritäre Liste mit rund 40 in der Schweiz vorkommenden, europaweit gefährdeten und seltenen Pflanzenarten definiert. 1997 hat eine SKEW/ZDSF- Expertengruppe eine Gesamtliste mit rund 700 prioritären Pflanzenarten für die Schweiz aufgestellt.

Das BAFU (Bundesamt für Umwelt) hat im 2007 den nationalen Datenzentren und Koordinationsstellen für Flora, Fauna, Pilze, Moose und Flechten den Auftrag erteilt die prioritären Listen zu überarbeiten. Zur Erstellung der aktuellen prioritären Liste Pflanzen wurden insbesondere folgende Kriterien benutzt:

  • der nationale Gefährdungsstatus der Arten auf der Roten Liste 2002, welche die internationalen Gefährdungskategorien der IUCN anwendet;
  • die internationale Verantwortung der Schweiz für die indigenen Arten, das heisst der Anteil des Verbreitungsareals in der Schweiz und der Endemismusgrad. (Eggenberg, S. & Landolt, E.; 2006)

 

Die Liste der National Prioritären Arten wurde 2011 publiziert. Das Dokument ist als PDF oder Excel-Tabelle abrufbar. Die gedruckte Version kann beim BAFU bestellt werden.