Aquilegia vulgaris L.

Familie: Ranunculaceae

Status: Gültiger Name [A]

Gemeine Akelei
Ancolie commune, Aquilegia comune

Angaben aus der Flora Helvetica

Artbeschreibung
30–90 cm hoch, mit 3–12 Blüten und doppelt 3zähligen Blättern, der mittlere Abschnitt 2. Ordnung oft gestielt. Blüten blauviolett, selten rosa oder weiss, Durchmesser bis 5 cm, nickend, mit 5 abstehenden äusseren und 5 zusammenneigenden und gespornten inneren Blumenblättern. Sporn an der Spitze hakig eingerollt. Staubblätter zahlreich, nur wenig aus der Blüte herausragend. Fruchtblätter meist 5.

Blütezeit
5–7

Standort und Verbreitung in der Schweiz
Lichte Wälder, Gebüsche ; kollin-montan(-subalpin) ; CH

Allgemeine Verbreitung
Eurasiatisch

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)
W.343-333.h. 2n=14.

Aquilegia vulgaris L., © Konrad Lauber
Legendenauswahl
Kartenauswahl (Atlastyp)

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Vor und nach Stichjahr

Erweitert

Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / Verwilder / Subspontan
Unsicher / Fraglich
Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus Atlas Welten & Sutter (1982) und Nachträge (1984, 1994), seither nicht bestätigt

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als gewähltem Schwellenwert
Mehr als (oder gleich) gewähltem Schwellenwert
    Aquilegia vulgaris L., © Konrad Lauber
Deutscher Name Nom français Nome italiano
Volksname Gemeine Akelei
Ancolie commune
Ancolie vulgaire
Aquilegia comune

Status Referenzwerke No
Synonymie-Index 2005 A 39100 
Synonymie-Index 1996 A 39100 
Flora Helvetica 2012 A 201
Flora Helvetica 2001 A 126
Binz français 1994 A
Landolt 1991 A 963
Binz deutsch 1990 A
Welten & Sutter 1982 A 424
Hess & Landolt 1980 A
Landolt 1977 A 1113
Synonyme
(A) Gültiger Name • (I) In Taxon eingeschlossen • (S) Synonym • (C) Name, welcher mehrere Taxa zusammenfasst • (N) Name in Bearbeitung

Status nationale Priorität/Verantwortung

Nationale Priorität K - Keine nationale Priorität
Massnahmenbedarf -
Internationale Verantwortung K - Keine
Überwachung Bestände -
Endemismusgrad -

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN Zusätzliche Informationen
LC: Nicht gefährdet
Nicht gefährdet
Kriterien IUCN -
  • Legende
    EXweltweit ausgestorben (Extinct)
    REregional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
    CR(PE)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
    CRvom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
    ENstark gefährdet (Endangered)
    VUverletzlich (Vulnerable)
    NTpotenziell gefährdet (Near Threatened)
    LCnicht gefährdet (Least Concern)

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (Walter & Gillett 1997)


Schutzstatus

International (Berner Konvention)
Schweiz
Aargau Vollständig geschützt (17.09.1990)
Appenzell Innerrh. Vollständig geschützt (13.03.1989)
Appenzell Ausserrh. Vollständig geschützt (07.07.1959)
Bern Teilweise geschützt (10.11.1993)
Basel-Land Teilweise geschützt (18.05.1971)
Basel-Stadt Teilweise geschützt (08.09.1998)
Freiburg
Genf
Glarus Teilweise geschützt (28.04.1997)
Graubünden
Jura Teilweise geschützt (06.12.1978)
Luzern
Neuenburg
Nidwalden
Obwalden Vollständig geschützt (18.12.1990)
St. Gallen Teilweise geschützt (17.06.1975)
Schaffhausen
Solothurn
Schwyz
Thurgau Vollständig geschützt (29.03.1994)
Tessin
Uri
Waadt
Wallis
Zürich Teilweise geschützt (03.12.1964)
Zug
Lebensraum Delarze & al. 2015
6.2.1 Orchideen-Buchenwald (Cephalanthero-Fagenion) Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
6.4.1 Pfeifengras-Föhrenwald (Molinio-Pinion) Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Dominante Art, welche das Aussehen
des Lebensraumes mitprägt (Fett)
Charakterart =Charakterart / Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art = Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Allgemeine Ökologie
Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)
Bodenfaktoren Salztoleranz Klimafaktoren
Feuchtezahl F 3 Salzzeichen Lichtzahl L 3
Reaktionszahl R 4 Temperaturzahl T 3
Nährstoffzahl N 3 Kontinentalitätszahl K 3
  • Legende zu den Zeigerwerten
    Feuchtezahl F
    1sehr trocken
    1+trocken
    2mässig trocken
    2+frisch
    3mässig feucht
    3+feucht
    4sehr feucht
    4+nass
    5überschwemmt, bzw. unter Wasser
    ^im Bereich von fliessendem Bodenwasser
    Uin der Regel im Wasser untergetaucht
    Vmit untergetauchten und schwimmenden Organen
    wFeuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
    w+Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)
    Reaktionszahl R
    1stark sauer (pH 2.5-5.5)
    2sauer (pH 3.5-6.5)
    3schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
    4neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
    5basisch (pH 6.5->8.5)
    Nährstoffzahl N
    1sehr nährstoffarm
    2nährstoffarm
    3mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
    4nährstoffreich
    5sehr nährstoffreich bis überdüngt
    Salztoleranz
    1salztolerant
    3salzabhängig
    Lichtzahl L
    1sehr schattig
    2schattig
    3halbschattig
    4hell
    5sehr hell
    Temperaturzahl T
    1alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
    1+unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
    2subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
    2+unter-subalpin und ober-montan
    3montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
    3+unter-montan und ober-kollin
    4kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
    4+warm-kollin
    5sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
    Kontinentalitätszahl K
    1ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
    2subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
    3subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
    4subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
    5kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)