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Alyssum alpestre L.

Alpen-Steinkraut

Art
ISFS : 26700
Checklist : 1003000

Zusammenfassung

Artbeschreibung (© Flora Helvetica 2018)

Ähnlich wie A. montanum, aber Blütenstand meist verzweigt, Blätter spatelförmig, 0,4-1 cm lang, Kronblätter vorn gerundet, 2-3 mm lang, Kelch 1,5-2,5 mm lang, Früchte nur 3,5-4,5 mm lang, Stiele 3-6 mm, Griffel 0,5-2 mm lang. Fruchtfächer einsamig. Samen ungeflügelt oder nur einseitig schmal geflügelt.

Blütezeit (© Flora Helvetica 2018)

7-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

Steinige Hänge, Felsschutt / subalpin-alpin / VS (Zermatt)

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Westalpin

Ökologische Zeigerwerte (© Landolt & al. 2010)

131-424.c.2n=16

Status

Status IUCN

 Stark gefährdet

Nationale Priorität

 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung

 2 - Mittel

Erhalten/Fördern

Gefährdungen


Konkurrenz, Sukzession auf Moränen und im Gornergrat-Südhang (Klimawandel)
Isolierte, individuenarme Populationen, kleines Areal
Bodenveränderungen durch Bautätigkeit im Rahmen von touristischen Aktivitäten (Ski und Montain-Bike)
Freizeitaktivitäten (Tritt, Trampelpfade, sammeln)

Verbreitungskarte

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Vor und nach Stichjahr

Erweitert

Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus Atlas Welten & Sutter (1982) und Nachträge (1984, 1994), seither nicht bestätigt
Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / Verwilder / Subspontan
Unsicher / Fraglich

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als gewähltem Schwellenwert
Mehr als (oder gleich) gewähltem Schwellenwert

Standort und Verbreitung in der Schweiz

VS (Zermatt)

Verbreitung global

Westalpin

Ökologie

Lebensform

Krautiger Chamaephyt

Lebensraum

Lebensraum © Delarze & al. 2015

Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art 4.2.1.1 - Inneralpine Felsensteppe (Stipo-Poion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt
Charakterart Charakterart
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach © Landolt & al. (2010)

Bodenfaktoren Klimafaktoren Salztoleranz
Feuchtezahl F 1 Lichtzahl L 4 Salzzeichen --
Reaktionszahl R 3 Temperaturzahl T 2
Nährstoffzahl N 1 Kontinentalitätszahl K 4
  • Legende zu den Zeigerwerten
    Feuchtezahl F
    1sehr trocken
    1+trocken
    2mässig trocken
    2+frisch
    3mässig feucht
    3+feucht
    4sehr feucht
    4+nass
    5überschwemmt, bzw. unter Wasser
    fim Bereich von fliessendem Bodenwasser
    uin der Regel im Wasser untergetaucht
    vmit untergetauchten und schwimmenden Organen
    wFeuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
    w+Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)
    Reaktionszahl R
    1stark sauer (pH 2.5-5.5)
    2sauer (pH 3.5-6.5)
    3schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
    4neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
    5basisch (pH 6.5->8.5)
    Nährstoffzahl N
    1sehr nährstoffarm
    2nährstoffarm
    3mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
    4nährstoffreich
    5sehr nährstoffreich bis überdüngt
    Salztoleranz
    1salztolerant
    3salzabhängig
    Lichtzahl L
    1sehr schattig
    2schattig
    3halbschattig
    4hell
    5sehr hell
    Temperaturzahl T
    1alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
    1+unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
    2subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
    2+unter-subalpin und ober-montan
    3montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
    3+unter-montan und ober-kollin
    4kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
    4+warm-kollin
    5sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
    Kontinentalitätszahl K
    1ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
    2subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
    3subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
    4subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
    5kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse 0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017)

Alyssum alpestre L.

Volksname

Deutscher Name :

Alpen-Steinkraut

Nom français :

Alysson alpestre

Nome italiano :

Alisso alpestre

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

Relation Nom Referenzwerke No
=Alyssum alpestre L.Checklist 201726700
=Alyssum alpestre L.Flora Helvetica 2001687
=Alyssum alpestre L.Flora Helvetica 2012928
=Alyssum alpestre L.Flora Helvetica 2018928
=Alyssum alpestre L.Index synonymique 199626700
=Alyssum alpestre L.Landolt 19771316
=Alyssum alpestre L.Landolt 19911120
=Alyssum alpestre L.SISF/ISFS 226700
=Alyssum alpestre L.Welten & Sutter 1982529
= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017)
< Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten
> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status

Indigenat

Indigen
Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (© Walter & Gillett 1997) : Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN:

 Stark gefährdet

Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen

Kriterien IUCN: D

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische Regionen Status Kriterien IUCN
Jura (JU) --
Mittelland (MP) --
Alpennordflanke (NA) --
Alpensüdflanke (SA) --
Östliche Zentralalpen (EA) --
Westliche Zentralalpen (WA) END
  • Legende
    EXweltweit ausgestorben (Extinct)
    REregional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
    CR(PE)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
    CRvom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
    ENstark gefährdet (Endangered)
    VUverletzlich (Vulnerable)
    NTpotenziell gefährdet (Near Threatened)
    LCnicht gefährdet (Least Concern)

Status nationale Priorität/Verantwortung

Nationale Priorität 2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf 2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung 2 - Mittel
Überwachung Bestände 2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention) Nein
VSVollständig geschützt (01.01.2018)
Schweiz --
  • Disclaimer
    InfoFlora übernimmt die Angaben über geschützte Arten mit grösstmöglicher Sorgfalt aus den jeweiligen kantonalen Gesetzestexten. Vielfach konnten aber die in Gesetzestexten aufgeführten Pflanzennamen nicht ohne taxonomische oder nomenklatorische Interpretation übernommen werden. Die genaue Bedeutung der Kategorien „vollständig geschützt“ und „teilweise geschützt“ ist je nach Kanton unterschiedlich.

    InfoFlora kann die Korrektheit und Vollständigkeit der Angaben zum Schutzstatus nicht garantieren. Im Zweifelsfall verweisen wir auf die Gesetzestexte in den jeweiligen Kantonen.

Erhalten/Fördern

Gefährdungen und Massnahmen

Konkurrenz, Sukzession auf Moränen und im Gornergrat-Südhang (Klimawandel)


Detailkartierung (zum Beispiel PopCount Methode von Info Flora)
Dauerflächen-Beobachtung (Auswirkungen Klimawandel)
bei Bedarf Ex situ Vermehrung prüfen für Ansiedlung an höheren, konkurrenzärmeren Stellen

Isolierte, individuenarme Populationen, kleines Areal


Schutz aller Fundorte, Bestandeskontrollen mindestens alle 5 Jahre (Methode PopCount)
Potentiell geeignete Stellen im Areal alle 10 Jahre stichprobenartig auf Fundorte der Art überprüfen
Ex situ Kulturen in Botanischen Gärten und Alpengärten (Erhaltungskulturen)
Art ex situ vermehren und an geeigneten Stellen ansiedeln
Samen in einer nationalen Samenbank aufbewahren

Bodenveränderungen durch Bautätigkeit im Rahmen von touristischen Aktivitäten (Ski und Montain-Bike)


keine Bautätigkeit in der näheren Umgebung von aktuellen Vorkommen zulassen (aktuell aber keine Vorkommen im Ski Areal bekannt)

Freizeitaktivitäten (Tritt, Trampelpfade, sammeln)


Besucherlenkung optimieren
Infotafeln mit Pflückverbot, evtl. Wegegebot im Gornergrat Südhang prüfen

Ex situ Material