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Allium suaveolens Jacq.

Wohlriechender Lauch

Art
SISF: 24700
Checklist: 1002770

Zusammenfassung

Artbeschreibung (© Flora Helvetica 2018)

Ähnlich wie A. lusitanicum, aber Zwiebel zylindrisch (rhizomartig), von parallelen, nicht netzartigen Fasern umschlossen. Stängel +/- rund, im untersten Drittel beblättert, Blätter gekielt, Blüten etwas duftend, Perigonblätter rosa bis lila, mit dunklerem Kiel, von den Staubblättern überragt.

Blütezeit (© Flora Helvetica 2018)

7-9

Standort und Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

Sumpfwiesen / kollin / TG, SH, SG (Rheintal)

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Mitteleuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (© Flora Helvetica 2018)

4w+42-53+5.g.2n=16

Status

Status IUCN

 Stark gefährdet (EN)

Nationale Priorität

 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung

 1 - Gering

Erhalten/Fördern

Gefährdungen


Konkurrenz
Isolierte, oft kleinflächige Populationen
Zerstörung des Lebensraums (Freizeitaktivitäten, Tritt, Trampelpfade)
Beweidung
Änderung der Hydrologie (Fehlen periodischer Überflutungen, frühere Wasserspiegel-Schwankungen in See- und Flussuferrieden)
Fehlende oder zu frühe Mahd

Verbreitungskarte (Atlas)

Letzte Datenaktualisierung:
Die Daten werden soweit möglich einmal pro Tag aktualisiert.

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Ab dem Stichjahr
Vor und nach dem Stichjahr

Erweitert

Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus dem Atlas Welten & Sutter (1982) und den Nachträgen (1984, 1994), seither nicht bestätigt
Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Ab dem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / verwildert / subspontan
Unsicher / Fraglich

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als der gewählte Schwellenwert
Soviel oder mehr als der gewählte Schwellenwert
Form der Symbole
Talflächen Bergflächen
reichliches oder häufiges Vorkommen
spärliches oder seltenes Vorkommen
H Angaben aus Herbarien
L Angaben aus der Literatur
Farbe der Symbole
Meldungen aus dem Atlas Welten & Sutter (1982)
Vorkommen aus den Nachträgen 1984
Vorkommen aus den Nachträgen 1994

Verbreitung in der Schweiz (© Flora Helvetica 2018)

TG, SH, SG (Rheintal)

Verbreitung global (© Flora Helvetica 2018)

Mitteleuropäisch

Ökologie

Lebensform

Geophyt

Lebensraum

Lebensraum © Delarze & al. 2015

fett
Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt
Charakterart
Charakterart
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach © Landolt & al. (2010)

Bodenfaktoren Klimafaktoren Salztoleranz
Feuchtezahl F 4w+ Lichtzahl L 5 Salzzeichen
Reaktionszahl R 4 Temperaturzahl T 3+
Nährstoffzahl N 2 Kontinentalitätszahl K 5
Legende zu den Zeigerwerten

Feuchtezahl F

1
sehr trocken
1+
trocken
2
mässig trocken
2+
frisch
3
mässig feucht
3+
feucht
4
sehr feucht
4+
nass
5
überschwemmt, bzw. unter Wasser
f
im Bereich von fliessendem Bodenwasser
u
in der Regel im Wasser untergetaucht
v
mit untergetauchten und schwimmenden Organen
w
Feuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
w+
Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)

Reaktionszahl R

1
stark sauer (pH 2.5-5.5)
2
sauer (pH 3.5-6.5)
3
schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
4
neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
5
basisch (pH 6.5->8.5)

Nährstoffzahl N

1
sehr nährstoffarm
2
nährstoffarm
3
mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
4
nährstoffreich
5
sehr nährstoffreich bis überdüngt

Salztoleranz

1
salztolerant
3
salzabhängig

Lichtzahl L

1
sehr schattig
2
schattig
3
halbschattig
4
hell
5
sehr hell

Temperaturzahl T

1
alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
1+
unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
2
subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
2+
unter-subalpin und ober-montan
3
montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
3+
unter-montan und ober-kollin
4
kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
4+
warm-kollin
5
sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)

Kontinentalitätszahl K

1
ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
2
subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
3
subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
4
subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
5
kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse 1 - Zusatz- oder Nebenlebensraum
Ruhiges Wasser 1 - Zusatz- oder Nebenlebensraum
Grundwasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017)

Allium suaveolens Jacq.

Volksname

Deutscher Name:
Wohlriechender Lauch
Nom français:
Ail odorant
Nome italiano:
Aglio odoroso

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

Beziehung Name eingeben Referenzwerke Nr.
=Allium suaveolens Jacq.Checklist 201724700
=Allium suaveolens Jacq.Flora alpina 2004143.23.5
=Allium suaveolens Jacq.Flora Helvetica 20012863
=Allium suaveolens Jacq.Flora Helvetica 20122479
=Allium suaveolens Jacq.Flora Helvetica 20182479
=Allium suaveolens Jacq.Index synonymique 199624700
=Allium suaveolens Jacq.Landolt 1977672
=Allium suaveolens Jacq.Landolt 1991585
=Allium suaveolens Jacq.SISF/ISFS 224700
=Allium suaveolens Jacq.Welten & Sutter 19822095
=
Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017)
<
Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten
>
Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status

Indigenat

Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (© Walter & Gillett 1997):   Nein

Status Rote Liste national

Status IUCN: Stark gefährdet

Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen

Kriterien IUCN: B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische Regionen Status IUCN Kriterien IUCN
Jura (JU)
Mittelland (MP) ENB2ab(iii)
Alpennordflanke (NA) ENB2ab(iii)
Alpensüdflanke (SA)
Östliche Zentralalpen (EA)
Westliche Zentralalpen (WA)
Legende
EX
weltweit ausgestorben (Extinct)
RE
regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
CR(PE)
verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
CR
vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
EN
stark gefährdet (Endangered)
VU
verletzlich (Vulnerable)
NT
potenziell gefährdet (Near Threatened)
LC
nicht gefährdet (Least Concern)
DD
ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
NE
nicht beurteilt (Not Evaluated)
NA
nicht anwendbar (Not Applicable)

Status nationale Priorität/Verantwortung

Handlungsebene LF (+GL) - Spezifische Lebensraumförderung
Hinweise zur Handlungsebene
Bestandsüberwachung 2 - genügend
Internationale Verantwortung der Schweiz 4 - Verantwortung
Dringlichkeit 2 - notwendig und wichtig
Sicherung Einzelvorkommen

Schutzstatus

International (Berner Konvention) Nein
SHVollständig geschützt (06.03.1979)
Schweiz
TGVollständig geschützt (01.07.2023)
Disclaimer
InfoFlora übernimmt die Angaben über geschützte Arten mit grösstmöglicher Sorgfalt aus den jeweiligen kantonalen Gesetzestexten. Vielfach konnten aber die in Gesetzestexten aufgeführten Pflanzennamen nicht ohne taxonomische oder nomenklatorische Interpretation übernommen werden. Die genaue Bedeutung der Kategorien „vollständig geschützt“ und „teilweise geschützt“ ist je nach Kanton unterschiedlich.

InfoFlora kann die Korrektheit und Vollständigkeit der Angaben zum Schutzstatus nicht garantieren. Im Zweifelsfall verweisen wir auf die Gesetzestexte in den jeweiligen Kantonen.

Crop Wild Relatives

Vorrangige Crop Wild Relative-Art

Erhalten/Fördern

Gefährdungen und Massnahmen

Konkurrenz


Frühschnitt zur Verminderung der Konkurrenz auf Teilflächen ausprobieren (auch andere konkurrenzschwache Arten könnten profitieren)

Isolierte, oft kleinflächige Populationen


Vergrösserung bestehender Populationen durch Ansaat/Anpflanzung (Direktsaat oder nach Zwischenvermehrung)
Neugründung von Populationen auf offenen, wechselnassen Flächen (Neugestaltungsflächen) durch Ansaat/Anpflanzung (Direktsaat oder nach Zwischenvermehrung)
Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate)
Regelmässige Bestandeskontrollen

Zerstörung des Lebensraums (Freizeitaktivitäten, Tritt, Trampelpfade)


Besucherlenkung optimieren
Holzstege einrichten
Einzelne Bereiche einzäunen

Beweidung


Keine Beweidung der Streuwiesen

Änderung der Hydrologie (Fehlen periodischer Überflutungen, frühere Wasserspiegel-Schwankungen in See- und Flussuferrieden)


Erhalten oder Fördern von periodischen, nicht zu lang anhaltenden Überflutungen

Fehlende oder zu frühe Mahd


Aufgrund der sehr späten Samenbildumg (keine oberirdische Tochterzwiebelbildung) sehr späte Mahd (ab ca. 1. Oktober, ggf. später)

Ex situ Material

In-situ Massnahmen

Mehr Informationen

T. Liechti, 2022 : Aktionsplan Wohlriechender Lauch (Allium suaveolens Jacq.), Amt für Landschaft und Natur, Kanton Zürich