Galanthus nivalis L.

Familie: Amaryllidaceae (>)

Status: Gültiger Name [A]

Schneeglöckchen
Perce-neige, Bucaneve

Angaben aus der Flora Helvetica

Artbeschreibung
10–20 cm hoch, einblütig. Blätter lineal, fleischig, bläulichgrün, bis 10 mm breit. Blüte an einem dünnen Stiel nickend, von der den Stängel verlängernden Spatha meist überragt. Perigonblätter 6, die 3 äusseren rein weiss, ± abstehend, ca. 2 cm lang, die 3 inneren etwa halb so lang, zusammenneigend, ausgerandet, mit einem gewinkelten grünen Fleck. Staubblätter 6. Frucht eine fleischige, 3fächerige, undeutlich 3kantige, mehrsamige Kapsel.

Blütezeit
(1–)2–3

Standort und Verbreitung in der Schweiz
Obstgärten, Auenwälder, oft aus Gärten verwildernd ; kollin-montan ; M, J (fehlt SH), AN, südliches TI

Allgemeine Verbreitung
Südeuropäisch

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)
W.343-344.g. 2n=24.

Galanthus nivalis L., © Konrad Lauber
Legendenauswahl
Kartenauswahl (Atlastyp)

Einfach

Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Vor und nach Stichjahr

Erweitert

Form der Symbole
Vor gewähltem Stichjahr
Nach gewähltem Stichjahr
Indigen (einheimisch)
Wiederangesiedelt
Eingeführt / Verwildert
Unsicher / Fraglich
Farbe der Symbole
Validierte Fundmeldungen
Noch nicht validierte Fundmeldungen
Meldungen aus Atlas Welten & Sutter (1982) und Nachträge (1984, 1994), seither nicht bestätigt

Anzahl Fundmeldungen

Weniger als gewähltem Schwellenwert
Mehr als (oder gleich) gewähltem Schwellenwert
    Galanthus nivalis L., © Konrad Lauber
Deutscher Name Nom français Nome italiano
Volksname Schneeglöckchen
Perce-neige
Galanthe des neiges
Bucaneve

Status Referenzwerke No
Checklist 2017 176200 
Synonymie-Index 2005 A 176200 
Synonymie-Index 1996 A 176200 
Flora Helvetica 2012 A 2495
Flora Helvetica 2001 A 2913
Binz français 1994 A
Landolt 1991 A 607
Binz deutsch 1990 A
Welten & Sutter 1982 A 2118
Hess & Landolt 1980 A
Landolt 1977 A 696
Synonyme
(A) Gültiger Name • (I) In Taxon eingeschlossen • (S) Synonym • (C) Name, welcher mehrere Taxa zusammenfasst • (N) Name in Bearbeitung

Status nationale Priorität/Verantwortung

Nationale Priorität K - Keine nationale Priorität
Massnahmenbedarf -
Internationale Verantwortung K - Keine
Überwachung Bestände -
Endemismusgrad -

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN Zusätzliche Informationen
LC: Nicht gefährdet
Nicht gefährdet
Kriterien IUCN -
  • Legende
    EXweltweit ausgestorben (Extinct)
    REregional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
    CR(PE)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
    CRvom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
    ENstark gefährdet (Endangered)
    VUverletzlich (Vulnerable)
    NTpotenziell gefährdet (Near Threatened)
    LCnicht gefährdet (Least Concern)

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (Walter & Gillett 1997)


Schutzstatus

International (Berner Konvention)
Schweiz
Aargau Vollständig geschützt (17.09.1990)
Appenzell Innerrh.
Appenzell Ausserrh. Teilweise geschützt (07.07.1959)
Bern Teilweise geschützt (10.11.1993)
Basel-Land Vollständig geschützt (18.05.1971)
Basel-Stadt
Freiburg
Genf
Glarus
Graubünden
Jura Teilweise geschützt (06.12.1978)
Luzern
Neuenburg Teilweise geschützt (13.07.1965)
Nidwalden Vollständig geschützt (29.11.2005)
Obwalden
St. Gallen Teilweise geschützt (17.06.1975)
Schaffhausen
Solothurn Vollständig geschützt (20.10.1961)
Schwyz
Thurgau
Tessin Vollständig geschützt (01.07.1975)
Uri
Waadt
Wallis
Zürich
Zug
Lebensraum Delarze & al. 2008
6.3.2 Wärmeliebender Linden-Mischwald (Tilion platyphylli) Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Dominante Art, welche das Aussehen
des Lebensraumes mitprägt (Fett)
Charakterart =Charakterart / Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art = Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Allgemeine Ökologie
Lebensform Geophyt

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)
Bodenfaktoren Salztoleranz Klimafaktoren
Feuchtezahl F 3 Salzzeichen Lichtzahl L 3
Reaktionszahl R 4 Temperaturzahl T 4
Nährstoffzahl N 3 Kontinentalitätszahl K 4
  • Legende zu den Zeigerwerten
    Feuchtezahl F
    1sehr trocken
    1+trocken
    2mässig trocken
    2+frisch
    3mässig feucht
    3+feucht
    4sehr feucht
    4+nass
    5überschwemmt, bzw. unter Wasser
    ^im Bereich von fliessendem Bodenwasser
    Uin der Regel im Wasser untergetaucht
    Vmit untergetauchten und schwimmenden Organen
    wFeuchtigkeit mässig wechselnd (± 1-2 Stufen)
    w+Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)
    Reaktionszahl R
    1stark sauer (pH 2.5-5.5)
    2sauer (pH 3.5-6.5)
    3schwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)
    4neutral bis basisch (pH 5.5-8.5)
    5basisch (pH 6.5->8.5)
    Nährstoffzahl N
    1sehr nährstoffarm
    2nährstoffarm
    3mässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreich
    4nährstoffreich
    5sehr nährstoffreich bis überdüngt
    Salztoleranz
    1salztolerant
    3salzabhängig
    Lichtzahl L
    1sehr schattig
    2schattig
    3halbschattig
    4hell
    5sehr hell
    Temperaturzahl T
    1alpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
    1+unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin (Arven-Lärchenwälder)
    2subalpin (Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
    2+unter-subalpin und ober-montan
    3montan (Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
    3+unter-montan und ober-kollin
    4kollin (Laubmischwälder mit Eichen)
    4+warm-kollin
    5sehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
    Kontinentalitätszahl K
    1ozeanisch (sehr hohe Luftfeuchtigkeit, sehr geringe Temperaturschwankungen, milde Winter)
    2subozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)
    3subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)
    4subkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)
    5kontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)