Tagung - Ex situ-Erhaltung und Ansiedlung gefährdeter Pflanzenarten

Die Tagung fand am 21. und 22. Januar 2015 in Bern statt.

Die Organisatoren bedanken sich ganz herzlich bei allen Teilnehmern für ihr Kommen, bei allen Referenten und Posterautoren für ihre aufschlussreichen Beiträge.

Die Organisatoren

Info Flora, Bern und Genève
Universität und Botanischer Garten Bern
Conservatoire et jardins botaniques de la Ville de Genève
Musée et jardins botaniques cantonaux de Lausanne

PROGRAMM

Das Programm und die Zusammenfassung der Beiträge können hier heruntergeladen werden.

Mittwoch 21. Januar 2015

13:15     Begrüssung und kurze Einleitung (Sibyl Rometsch, Info Flora)

13:30     Yamama Naciri (Conservatoire et jardin botaniques ville de Genève, fr)
                Les bases de la génétique des populations  1

13:55     Markus Fischer (Uni Bern, d)
                Populationsbiologische und -genetische Grundlagen 2

14:20     Sarah Pearson Perret (BAFU, d)
                Rechtliche Grundlagen und Empfehlungen zur Wiederansiedlung gefährdeter Pflanzen

14:40     Catherine Strehler-Perrin (Canton de Vaud, Conservation de la nature, fr)
                La réintroduction de plantes menacées: expériences et recommandations cantonales

15:00     Kaffeepause

Ex-situ Erhaltung

15:30     Noémie Fort (Conservatoire botanique national alpin, fr)
               Banques de semences: un outil de conservation à suivre et à évaluer, un socle pour étudier l'évolution

15:55     Daniel Lauterbach (Botanischer Garten der Universität Potsdam, d)
                Ex-situ Kulturen – Möglichkeiten und Risiken

16:20     Jonas Mueller (Royal Botanic Garden Kew, fr)
                Les banques de semences en Europe (Ensconet) : état des données et coordination

16:45     Michael Burkart(Uni Potsdam, d)
                Erhaltungskulturen einheimischer Wildpflanzen in Botanischen Gärten Deutschlands

17:10     Postersession

18:15     Apéro und anschliessendes Abendessen

 Donnerstag 22. Januar 2015

Auspflanzungen

9:00       Kaffee und Gipfeli

10:00     Gerald Oostermeijer (Uni Amsterdam, e)
               Genetic considerations for plant population (re)introductions

10:25     Philippine Vergeer (Uni Wageningen, e)
               The role of genetic diversity in plant introductions

10:50     Nathalie Machon (Muséum national d’histoire naturelle, Paris, fr)
               Conséquence du processus d'admixture dans les renforcements de population

11:15     Anne Kempel & Hugo Vincent (Uni Bern, d/fr)
               Ein Pilotprojekt zur Ex-situ Erhaltung und Wiederansiedlung gefährdeter Wildpflanzen

11:40     Postersession

12:15     Mittagessen

13:45     Johannes Kollmann (Technische Universität München, d)
                Wiederansiedlung und Translokation regional seltener oder ausgestorbener Pflanzenarten

14:10     Sandrine Godefroid (Jardin Botanique Meise, fr)
                Les réintroductions d’espèces végétales : identification des facteurs de réussite et d’échec

14:35     Stefan Eggenberg (Info Flora, d)
                Die Rolle von Info Flora in der ex situ-Erhaltung und Auspflanzung gefährdeter Wildpflanzen

15:00     Diskussion und Synthese (Markus Fischer, Uni Bern)

16:00     Fin

 

VORANZEIGE

Voranzeige der Tagung.

Kurzbeschreibung:

Im Rahmen von Massnahmen zur Erhaltung der Biodiversität spielt die Ex situ-Erhaltung
und Ansiedlung gefährdeter Pflanzenarten eine wichtige Rolle.
Die Ex situ-Erhaltung bietet die Möglichkeit, auf kleinem Raum das genetische Material
einer grossen Anzahl gefährdeter Arten zu sichern, birgt allerdings auch Risiken wie
innerartliche genetische Verarmung, künstliche Selektion und den Verlust wichtiger
Anpassungen. Ansiedlungen in natürliche Habitate werden zunehmend als wichtiges
Instrument im Artenschutz propagiert, gleichzeitig aber kontrovers diskutiert.
In Vorträgen werden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse sowie Erfahrungen aus der
Praxis zur Ex situ-Erhaltung und zur Auspflanzung gefährdeter Pflanzenarten vorgestellt.
Es sollen Risiken und Möglichkeiten aufgezeigt und Entscheidungshilfen für die Praxis
definiert werden. Die Tagung bietet somit eine wichtige Plattform für den Wissens- und
Erfahrungsaustausch im Artenschutz.